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1 (1830) A bis Bl
Entstehung
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638 Bambocciaden Bandello

auch Kunstsamml. daselbst. Bekannt ist die Bierbrauerei, und berühmt der Gar-tenbau in und bei B. Über 500 Gärtner treiben einen ausgebreiteten Handel mitGartengewächsen, Obst, Süßholz, Anis, Coriander und Sämereien. Vgl. Jäck,„Bamberg, wie es war und wie es jetzt ist" (Bamb. 1818) und Dessen Art. inErsch's und Gruber's „Encyklopädie". Von den bischöfl. Grabdenkmälern imDom erschien eine Beschreib. (Bamb. 1827).

Bambocciaden, in der Malerei, solche Bilder, die Gegenstände undScenen des gemeinen Lebens auf eine groteske Weise darstellen, z. B. Jahrmärkte,Bauernfeste u. dgl.; so genannt nach Peter von Laar (s. d.), der wegen s. Mißge-stalt Bambocciv, Krüppel, hieß. — A. F. Bernhardts humoristische Schriften, wor-an auch L. Deck einigen Antheil hat, erschienen u. d. T. „Bambocciaden", 3 Thle.

Bambus, der Riese unter den Gräsern und Rohrarten Ost- u. Westindiens,erreicht e. Höhe von 80 Fuß. Bis zur Höhe von 20 F. hat der Stamm eine baum-artige Dicke, wo er sich in Äste theilt; die Zweige bestehen aus Gelenken, die inwen-dig hohl, mit lockerm Marke angefüllt und durch feste Scheidewände getrennt sind.Man benutzt diese Zweige zum Auffangen des Palmweins u. a. Flüssigkeiten, diealtern Stämme u. Zweige aber zu Nutzholz. Die Ehinesen sollen aus den Blätterndieses Rohrs ihre Hüte siechten. Aus den Knoten der Gelenke schwitzt ein Zucker-saft, der an der Luft trocknet und schon von den Griechen indischer Honig genanntwurde. Die Araber gebrauchen ihn in der Ruhr als inneres Arzneimittel, auch beiäußern Wunden und Geschwüren. Unsere Bambusstöcke sind junge Schößlinge.

Ban (Bannus) hießen die Statthalter vonDalmatien, Slawonien, Kroa-tien, welche vom König über alle Beamte gesetzt waren, auch zu Kriegszeiten denOberbefehl führten. Lan bedeutet im Slawonischen einen Herrn. Eine Landschaft,über die ein Bannus gesetzt war, heißt Bannat. Jetzt gibt es nur noch einenBan von Kroatien, welcher unter den ungarischen weltlichen Magnaten die dritteStelle hat. Vor ihm kommen der Palatinus Regn! und der Judcx Curiä.

Banca, niederländ. Insel bei Sumatra, zum Vasallenstaats Palembanggehörig, hat 60,000 E., darunter 25,000 Chinesen, ist bekannt wegen seiner vonder londner Bancacompagnie betriebenen Zinnbergwerke und Perlensischerei, dieauch an den Ufern der Solo-Inselgruppe, nordöstl. von Borneo, ergiebig ist. DasZinn von Banca ist sehr rein und leicht zu gewinnen. Der südöstl. Theil vonBanca ist noch nicht untersucht.

Band«, s. Gewürzinseln.

Band«, sonst eine Gesellschaft zusammen eingespielter Musiker; heutzutagebesonders das Chor der türkischen Musik. Lsmla sul baleo sagt man, wenn diesetürkische Musik in Opern auf der Bühne erscheint.

Lunäsoriontal, auch Oisplatina, od. Montevideo (s. d.), nach derHauptst. d. N., ein Landstrich östl. vom La Plata zwischen diesem Flusse und demFlusse Parana, bis an die Grenzen Brasiliens, hat, ohne die Indianer, 60 —80,000 Weiße. Die Hauptnahrung dieser halben Wilden ist Viehzucht. IhreHauptwaffe, auch auf der Jagd, ist eine lange Schleuder von Ochsenleder. Siesind dadurch dem einzelnen Europäer sehr gefährlich. Seit d. Frieden v. 27. Aug.1828 ist die Banda von Brasilien und der Platarepublik unabhängig.

Bandello (Matteo), Novellendichter, geb. gegen 1480 im Mailändi-schen, studirte zu Rom und Neapel und legte sich fast ausschließlich auf die schönenWissenschaften. Er war in seiner Jugend Dominicanermönch zu Castel nuovo.Mehre Jahre scheint er in Mailand gelebt zu haben, wo Pirro Gonzaga und Ca-milla Bentivoglio ihre Tochter von ihm unterrichten ließen, bis ihn, einen An-hänger Frankreichs, nach der Schlacht von Pavia, die Spanier vertrieben. Erging anfangs zu Lodovico Gonzaga, dann zu Cesare Fregoso, der aus venetiani-schen in französ. Dienste getreten war, lebte bei ihm in Piemont bis zum Abschluß