50 Acceptant Accife
gragt man mm, ob bet Siebeaccent ben SBortaccent gar aufhebe; ob nid)t burd)ihn bie Quantität, ©plbenjeit wnb 3eitmeffung Berieten gebe; unb ob eben barumnicht ber SBohllaut unter bem Oiebeaccent leibe: fo fommen bei Seantwortungbiefer Stagen, in welcher baS ©eheimntfi ber S)rofobie überhaupt unb ber Unter:fchieb jmifd)en ber unfern unb ber fPtofobie ber Alten inSbefonbere liegt, folgenbe*Pun£te in SSetradjt: 1) Sßenn bet Accent mit einer aus mechanifcfen Urfadjenlangen ©plbe jufammentrifft, fo hebt er biefe ©plbe noch unb gibt ihr ju ihrerSehnung auch cfjohe; 2) ber Accent macht eine unBeränberliche lange ©plbe nichtjurhirjen, raubt ihr aber, wenn fte unmittelbar auf bie Accentfplbe folgt, etwa«oon bet Sange. Sie Quantität Eann baher, wenn fte nid)t mit bem Accent jmfammenfällt, burd; biefen etwas Berbunielt werben; 3) ber Accent, wenn etfd)on eine unBeränberliche Sänge nid)t jur Äürje machen fann, macht boch Berhält=nipmäfjtge Äürjen unb Sängen; 4) auf unBeränberliche Äurjen fann ber Accentnie fallen. — Sieb ftnb bie Siegeln, welche nicht allein für ben VerSfünjiter,fonbetn auch für ben Seclamator unb ©chaufpieler, infofem auch er Seclamatoriji, Bon grojjter SBicfjtigfeit ftnb, beten weitere Ausführung h> ec ober ju weifeläufig fein würbe. (Vgl. fP r o f o b i e.)
Acceptant, f. SBechfelunb 2BedEjfelredjt, auch Snbofftren.
Accefftt, ber jweite ober fernerefPreiS, melden bei fPreiSaufgaben bie:jen'tgc Arbeit erhält, bie nach ber, welche ben ©ieg baoongetragen, für bie befteerflärt wirb.
AcctbenS, 1) bie jufällige, nicht wefentliche ßigenfefaft einer fPerfonober ©ad)e, 5 . 33. reich, fd) 6 n fein. Accibentell, jufällig. Saher auchA c c i b e n t i a, jufällige, nicht genau oorher ju befiimmenbe Einnahmen. 2 ) SBitbbiefeS 5Sort bei ben ^hüofophen ber ©ubftang (bem blopen 5Befen) entgegengefefctunb bejeid)net bie Art unb 3ßeife beS ©eins bet ©ubfianj, bie ßigenfefaft beSVJefenS. ßS oerfteft ftd) Bon felbfi, bajj biefe ßntgegenfefjung auf Abjf ractionberuhe, beim in ber SBitflidjfeit läßt ftd) feine ©ubftanj Bon einer gewiffen Artunb VSeife ihres ©eins abgefonbert wahtnehmen.
Accife, eine Jpauptgattung ber Vetbrnud)Sfteuer, h e if !t juweilen aud)Smpojt, Aufschlag, 3iefetc. unb wirb befonbetS auf SebenSmittel gelegt. SieVegtiffe oon Accife, Sicent unb 3oll ftnb in ben wenigften Sänbern wiffenfd>aftlid>ftreitg gefonbert, bal)ec es faft unmöglich ift, non ber Accife eine auf alle Sänberanwenbbate Erklärung ju geben; immer aber ifl biefelbe eine Verbraud)Sjteuer,unb was non ber lefctern überhaupt gilt, muf aud) oon biefer einjelnen ©attungberfelben inSbefonbere gelten. Sie Accife ift entweber eine allgemeine, Unioerfal:accife, weldje ftch auf alle ©egenjtänbe beS Vetbraud)S erfireeft, ober eine be=fonbere, Varticularaccife, weld)e nur non einigen ©egenftänben beS Verbrauchs enferid)tet wirb. Siefe lebte warb in ©ad)fen fdjon auf bem Sanbtage ju Seipjig 1438unter bem Staaten 3iefe eingeführt unb auf bem Sanbtage ju ©rimma 1440 ner:mehrt; aber bie oollfommene AuSbilbung berUnioerfalaccife erfolgte in gtanfteid),unb warb hierauf in $ollanb halb nach ber ßntfiehung berOtepublif,in benbranbemburgifchen ©taaten unter bem Äurfürflen gtiebtid) 2Btlf)elm bem ©roßen 1635, in©ad)fen aber ju Anfänge beS 18. Sahtf). eingeführt. Sn S5ejiel)ung auf bie ©e=genftänbe ber Vefteuerung hat man bie Accife in Sattbaccife unb in ©eneralaccifeober ©enerafeßonfumtionSaccife abgetheilt. Sie Einführung ber Sanbaccife er«folgte in ©ad)fen auf bem Sanbtage ju SreSben 1640; fte warb 1641 juerfl auS=gefd)tieben. ©ie wirb oon allen aus bem AuSlanbe nad) ©achfen eingeführtenüöaaren entrichtet. Sie ©enerafeßonfumtionSaccife führte man ttad) branbenbur:gifchen ©runbfähen 1701 ein; fte muß oon alten rohen unb oerebelten fProbuctenbei bem Eingänge in bie ©täbte unb auf bem Sanbe gegeben werben. (Vgl. ß 0 n*fumtionSfieuer, Snbirecte Abgaben, 3olt.) K.M.