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2Cblajj (fattj.)
war man nie fo ffreng gebunben, baf bie ilicd)eiroorfteb)ev in wichtigen SJücEftchten,«nb wenn fte glaubten, ben B'Decf auf eine leistete 2frt erreichen ju fönnen, nichtauch in einem fpeciellen gälte 6twag ba»on nacfgetaffen hatten. 2Cber eg gefd>af)bieS immer btof in einjelnen galten unb nach genau unterfud)tec Befdiaffenfeitdesjenigen, bem eine fotc^e 9?adjlaffung erteilt mürbe, unb nie warb bie ganjeÄirdjenbupe nad)gela(fen, fonbern ein Sfyeil baoon, gemaf ben Bebürfniffen unbbem (Sifer derjenigen, bie barum anfucften. Sag Goncitium »on Sticaa, can.12, fobert »on einer folgen diSpenfation bie Uberjeugung »om Safein wirbligerBeffetung. Sw 11. Sah 1 ^. beim eine anbre 2(tt 2fblaffe auf. 2fblaf würbe hierertljeitt wegen eineg jum offenbaren 9fu|en bet - Äircfe unternommenen mühe=»ollen ©erleg. 6g war bieg immer ein grofeg ©erf, gewofnlid) bie ©affenfür bie Ü'irdje führen, wo»on bie Äreujjuge bag berüf;mtefle SSeifpiel ftnb. Swßoncilium »on Slermont (1095 —96) warb, can. 12, beftimmt, baf Sebew,ber aug blopet 2htbad)t, nid)t aug 9vuf)m ober ©etbgierbe, jur Befreiung berÄircfje beg $etrn nad) Seeufa lern reife, biefe Söeife ftatt ber fdjulbigen Bufe amgerechnet werben folle. ©pater befjnte man bieg auch auf Sie aug, welche nichtfelbft bie gafrt antreten fonnten unb auf it)re Äoften einen Ädmpfet hinfanbten.— ©an ging allmdlig noch weiter: man gab aud) fdjon für ©oldje ganjlichenober theilweifen 3lblaf (»ollfommenen ober unoollfommenen), welche ein Kimofenju 2fugrid)tung eineg guten ©etfeg, j. B. $erfteltung einer Äircfe je., f)et=gaben, ober fonft ein »otgefd)tiebeneg frommeg SQ3erf, Befud) einer Äitd)e (j. 85.jur Beit beg Subildumg, wag nun aud) »on Bonifaj VIII. 1300 einge=führt würbe), »errichteten. Sie öffentliche Äirchenbufe fiel baburch ganjlid). 6gfchlidfen ftd) aber bebeutenbe ©ifbrauebe ein, unb ber ©rauet war grofj. Unterbem Botwanbe beg Klmofeng $u guten ©erben warb ber Kblaf ju einer inbirectenBeteuerung ber 6l)tifienheit. Sogar auf mehren beutfdjen Sieidjgtagen (j. B. juSRütnberg 1466) warb er, um jum Kriege gegen bie Surfen bie Äoften ju befirei=ten, »orgefchtagen. Sie fpdpjte, Bifd)6fe unb weltlichen Siegenten tfjeilten gc=wohnlich, wiewot manchmal bie weltlichen Siegenten aud) »on felbft jugriffen, wiej. B. 1500, wo bag SReid)gregiment bag für ben fPapft bei (Gelegenheit begSubildumg eingefammelte ©elb wegnahm unb bem pdpftlidjen Legaten ju fei=nem Unterhalte nur ein Srittel jufommen lief. Saf unter folcfjen Umftanben,wo bag «^eilige ju fdjnöbem ©ewinn gemipbraudjt würbe, auch »etfetjrte Be=griffe über ben Kblaf unb beffen Äraft unter bem Botfe entftanben unb burch biebefümmten Kblafprebiger »erbreitet werben mufften, ift »on felbft begreiflich.(Bgl. Sejel.) Befannt ift eg, baf ber »on SeoX. auggefdjriebene Kblaf bieerfie Beranlaffung ber Sieformation war. 6g war bie Aufgabe ber ju Srient »er=fammelten Äird)en»ater, biefe ©if brauche öffentlich ju mifbilligen, bamit nid)talg Sogma ber Äird)e erfcheine, wag 6injelne nur erbrütet hatten. Sag 6onci=liunt erfoberte juoörberft in bersess. 24, cap. 8, de reformatione, bie^erftetlung ber öffentlichen Bufe für öffentliche ©ünben mit folgenben ©orten: „SetKpojiel (fPaul. Simoth.) »erorbnet, baf man bie öffentlich ©ünbigenben öffentlichmit Betweifen belege, ©enn alfo »on Semanb ein Berbrechen öffentlich unb imKngeftchte Bieter begangen iff, »on bem nicht ju jweifeln, baf baburch Zubern einbofeg Beifpiel gewdhrt worben, fo foll biefem eine feinem Bergehen angemeffeneöffentliche Bufe aufgelegt werben, bamit er Siejenigen, welche er burch fein bofegBeifpiel jtt böfer ©eflttung aufgefobert hat, burd) bag Beugnif feiner Beffetungauf ben rechten ©eg §urüdrufe. Ser Bifcfyof fann aber biefe öffentliche Bufein eine geheime »erwanbeln, wenn et biefeg sweefmöfiget ftnbet". Über ben 2fb=laf felbfl hat bie Äird)e gar feinen ©laubengfafs aufgefiellt, weil fotche ©laubeng=fd|e nur in ben canones, beren über ben 'ilblaf feine »orhanben, auggefprodjenftnb; einjig ein decretum hat fte, unb jwar in ihrer lebten ©if;ung, über ben Jfb«