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„Mir gefällt's nicht, daß der Oswald so allein Allesgut machen will und muß."
„Und ich möcht' sagen," begann Thaddä, „ich möcht'ihm seinen Federbusch und seinen Stern 'runterreißen;er ist ein braver Kerl, er braucht das nicht."
„Hast recht," sagte der Buchmaier, „er spielt über-haupt zu viel den Herrn, und sein Erbprinz da, zu wasbraucht man den? Aber ich bin dir grad in die Red'gefallen, Andres, du hast was sagen wollen; 'raus mitden wilden Katzen."
„Ich mein', der Oswald wär' ein Häfelesgucker, daßer so viel vom Küchen versteht, hat mir nicht gefallen."
„Und ich mein'," sagte Kilian, „die Bauersleut' seienviel zu dumm hingestellt; so arg ist's nicht."
„Ja du bist doch auch ein Schriftgelehrter," sagteHansjörg. Alles lachte.
„Jetzt mein' Meinung ist," sagte der Maurer Wendel,„das Dorf ist zuerst viel zu schlecht und nachher viel zugut; ich kann's nicht recht glauben, daß es an einemOrt so ist."
„Mich verdrießt am meisten," sagte der Buchmaier,„daß zuletzt auch noch ausgemacht wird, was man fürKleider tragen darf. Das ist grad wie mit dem Thicr-quäler-Verein, das muß man einem Jeden selber über-lassen. Und einmal hab' ich das Lachen kaum mehrverhalten können, wie der Oswald in seiner Uniformund mit dem Federhut all' die zwei und dreißig Manneinen nach dem andern umarmt; potz Blitz, das ist einGeschäft."
Der Lehrer zeigte nun, daß das Buch schon vor vielenJahren geschrieben sei und alte Zustände behandle, daßes ein edles Buch sei, das viele beherzigenswerthe Lehrenenthalte. Er bewies, wie sehr nöthig noch oft das äußereAnsehen, Geld, Uniform u. dgl. sei, um seinen gutenAbsichten Eingang zu verschaffen, und schloß, daß manUnrecht thue, wegen einzelner Kleinigkeiten so hart überdas Ganze herzufahren.
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