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wohlbekannte Christine. Nun mußten sich die Beiden ent-fernen; aber ihr Herz erzitterte noch immer in Wehmuth,bis sie bei des Buchmaier's Agnes gewesen waren, diedurch allerlei Munterkeiten ihre Seele erheiterte.
Dann gingen sie hinaus in das Feld, das weiße Huhnfolgte ihren Fußstapfen, es war jetzt Herbst, man brauchtees nicht mehr einzusperren. Vom frischen belebenden Haucheder Natur angeweht erwachte in den beiden eine hohe,himmlische Freude, um sie her pflückte der Herbst diegelben Blätter, in ihnen aber lebte ein neuer, nie ge-schauter Frühling.
Andern Tages verlangte die Großmutter nach der letz-ten Oelung. Der Lehrer nahm dem Meßner den Dienstab und ging mit der Laterne in der Hand dem Pfarrervoraus; ein großer Theil der Gemeinde blieb an derThüre stehen und betete, während drinnen Maurita „ver-sehen" wurde. Der einzige Gedanke, der den Lehrer beidieser Handlung beherrschte, war: möchten doch die Frei-denkenden eben so zuversichtlich hinübergehen in den Tod.— Mit offenen, glänzenden Augen empfing Maurita dasAbendmahl, dann kehrte sie sich nach der Wand zu, siesprach nicht mehr, und als man nach einer Weile nachihr umschaute, war sie todt.
Mit stiller, andächtiger Wehmuth, ohne lautes Weinenund Wehklagen wurde Maurita begraben. Alles im Dorfe