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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Montags begann die Schule. Der Pfarrer, ei» freund-licher und edeldenkender Mann, führte den neuen Lehrermit einer gehaltvollen Rede, im Beisein des ganzen Ge-meinderaths und Bürgerausschusses, in seinen Wirkungs-kreis ein.

Von dem Tage an, da die Schule begonnen hatte, aßder Lehrer nicht mehr im Wirthshause; das laute Lebenund die Gespräche dort störten ihn, er wollte, nachdem erdie Schaar der Kinder entlassen, ganz allein sein. Ueber-haupt zog er sich ganz in sich zurück, er verrichtete seinAmt gewissenhaft, pflog aber mit Niemanden Umgang;nur bisweilen ging er mit dem jüdischen Lehrer oder mitdem alten spazieren. Ueber den Charakter des letzterenwar er bald einig, der Geistesrichtung des ersteren aber,in der die staatlichen und sittlichen Angelegenheiten seinerGlaubensverwandten im Vordergründe standen, konnte erkeine entsprechende Theilnahme widmen. Mit den übrigenLeuten im Orte, selbst mit dem Buchmaier, stand der Leh-rer noch so fremd wie am Tage seiner Ankunft. Er gingnie in's Wirthshaus und gesellte sich nie zu den abend-lichen Kreisen, die sich vor den Häusern bildeten. Warendie Schulstunden zu Ende, schweifte er einsam durch Wald