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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
Seite
427
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das warennahm er,

Nach und nach ver-klang das Lied nachdem obern Dorfe zu.Der Lehrer fühlte sichin tiefster Seele be-wegt. Er griff nachseiner Geige und spielteden Sehnsuchtswalzer;im Dorfe nie gehörte Klänge. Bald ver-daß sich viele Menschen vor dem Hause ge-sammelt hatten; sich selbst und die Anderen zur Lust auf-rufend, spielte er dann noch einen neuen, muntern Walzer.Jauchzen und Lachen auf der Straße lohnte ihm.

Endlich ward es dem Lehrer doch zu lange, er ver-ließ das Haus und fragte den ihm begegnenden Mathesnach dem Buchmaier.

Kommet mit," sagte Mathes,im Adler ist er undam Freitag Abend besonders gern."

Der Lehrer fand es zwar nicht recht, daß der Schult-heiß so bei den Andern im Wirthshaus saß, er gingindeß doch mit.

Im Adler traf er große Gesellschaft und eifriges Ge-spräch. Die Juden, die großen Theils die ganze Wochenicht zu Hause sind, saßen hier unter ihren christlichenMitbürgern und tranken; nur mit dem einzigen Unter-schiede, daß sie, weil Sabbath war, nicht dabei rauchten.

Eine Weile herrschte Stille als der Lehrer in die Stubetrat, bald nach dem Willkomm und nachdem der Buch-maier neben sich Platz gemacht, fuhr dieser fort:

Wie gesagt, der Thiers hat mit einem fetten StückDeutschland Frankreich schmälzen wollen; pros't Alter, dir