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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
Seite
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Alle Versuche, wieder nach Hause zurückkehren zu dür-fen, waren vergebens. Creszenz strickte und taglöhnertenun für fremde Leute, auch Florian brachte ihr hin undwieder etwas, er war wieder bei Geld. Der Creszenzaber schauderte es vor jeder Münze, die er ihr gab, alsob Blut daran hinge; sie meinte, aus jedem Gesichte dergeprägten Herrscher sähe der Schlunkel heraus.

Das Lenorle erlauschte immer die Zeit wann derSchneiderle mit seinem Zwerchsack nach Horb ging, danndurste Creszenz nach Hause schleichen und sich mit allerleiversehen.

Auch Florian war oft auf der Lauer, um zu erschauenwann Niemand in der Nähe war, so daß er, seiner Ehreunbeschadet, zu dem Schlunkel schleichen konnte. Einunvermutheter Widerstand zerriß aber bald diese trübseligeKameradschaft.

Der Schlunkel hatte dem Papierer von Egelsthalzwei HLmmcl gestohlen. Als nun Florian eines Tagesbei ihm war, verlangte er von ihm, daß er die Thiereschlachten und Herrichten solle. Sein Stolz, seine Kronewar für Florian bisher sein Handwerk gewesen; diese Zu-muthung beleidigte ihn im tiefsten, er sagte daher:

„Eher schneid' ich dir und mir die Gurgel ab, eheich gestohlene Hämmel im Geheimen Macht'."

„O du Trallewatsch," sagte Schlunkel, mit einem ge-wandten Griffe dem Florian sein Messer aus der Tascheziehend, „du kommst nicht lebendig aus der Stube, wenndu nicht die Hämmel metzgest oder mir meine zwei Kcon-thaler bezahlst."

„Wart, ich will dir!" knirschte Florian den Schlunkelumfaffenv und suchte ihm das Messer zu entreiße». DieBeiden rangen aus aller Macht mit einander, aber keinerwollte unterliegen; da hörte man Geräu>ch, Florian ließlos und sprang schnell zum Fenster hinaus.

Betrübt kam er zu Creszenz und gestand ihr Alles.

Ohne ein Wort zu reven nahm sie ihre GeanatenMiur