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Diese Leute kamen eben aus der Kirche, wo sie dieWorte: Liebe, Friede und Seligkeit gesungen und gebetethatten; noch hatten sie das Gesangbuch nicht aus derHand gelegt und schon war die häßlichste Zwietracht zwi-schen ihnen entbrannt.
Ueberhaupt sind wir da in ein sonderbares Haus ein-getreten. Die Mutter war früher Pfarrköchin gewesen undhatte den Schneiderle etwas schnell geheirathet, Kreszenzwar ihr ältestes Kind; außerdem hatte sie noch einen Sohnund eine Tochter. Die Schneiderin ging noch immer städtischgekleidet und trug bloß die schwarze Bauernhaube; denn beiallem Verschwinden der Bauerntrachten wird es doch schwerdahin kommen, daß die kostspielige Florhaube in Aufnahmekommt.
In der ersten Zeit, als die beiden Leute mit einanderverheirathet waren, lebten sie gut; denn wo Alles vollaufim Hause ist, müssen es gar unverträgliche Menschen sein,wenn sie mit einander keifen sollten.
Das nennt man dann, in gebildeten wie in ungebildetenStänden, die glücklichen, die friedlichen Ehen.
Der Schneider arbeitete auf seinem Handwerke und dieFrau errichtete ein Kramlädchen, worin Spezcreien und andereWaaren verkauft wurden.
. Was ist aber der Mode mehr unterworfen, als dieHerrscher der Mode, die Schneider? Der Balthes arbeitetenur für die Herren und für die Juden, die sich auch städtischtragen; Bauernkleider zu machen, war ihm ein Gräuel, denner war „in Berlin drein gewest."
Neue, junge Concurrenten hatten sich in dem Dorfe undder Umgegend niedergelassen; Balthes konnte nun oft ganzeTage umherlaufen, ohne Arbeit zu finden.
Da verfiel er auf einen spekulativen Gedanken, in dessenzeitweiliger Ausführung wir ihn noch begriffen finden. ImVerein mit dem Anschel Meier, dem Vater des Beßle,reiste er nach Stuttgart, kaufte dort alte Kleider und
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