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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Kollegen in die Stube. Sie giengen nach dem Verschlägle,wo der Tisch für sie gedeckt war.

Florian ergriff sein Glas, stieß mit seinen beiden Freun-den an und sagte: „ä vowe 8-rnte!"

Der Kaspar, der so aufmerksam zugehört hatte, warschnell den Eintretenden entgegen gegangen und trug ihrennun ein Licht voraus. Florian zwirbelte seinen Schnurr-bart und fragte dabei den Konstantin leise:

„Welcher ist's?"

„Der schäg, mit denen langen Haar', wo zuerst 'rein-ckommen ist."

Eine Weile herrschte Stille in der ganzen Stube, manhörte nichts als das Klappern der Messer und Gabeln hin-ter dem Verschlägle.

Konstantin begann aber alsbald zu singen:

Der Herr GeometerDer hat krumme Bein!

Sie sind halt net gräder,

Gezirkelt muß sein.

Ein schallendes Gelächter erfüllte plötzlich die Stube,dann aber trat wieder eine Stille, ein, auch drinnen imVerschlägle hörte man keinen Laut.

Florian stand auf und sagte zum Sepplc: „Commentvon» poi'tcL vous, monmcue kecmetee?"

„tzunäultn loinx," erwiederte der Sepple, der untererneuertem Gelächter in einem fort kauderwelschte.

„Ich gratulir' zu deinem neuen Amt," sagte Konstantin,indem er den Pinsel vom Schwenkkübel herbeibrachte, „davermiß mir einmal den Tisch; man braucht keinen Verstanddazu, sonst könnten's gewisse Leute nicht."

Unter immer erneutem Gelächter vollzog der Sepple dieTischvcrmessung, das Bärbele aber kam herbei und sagte:

„Lasset die Possen, machet eure Späss' an einem andernOrte; sei ruhig Sepple oder marschir' dich."