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Man wird sich vielleicht wundern, wie auf einmal einso vornehmer Mann und eine so betitelte Person, wie einGeometer ist, im Dorfe eine so entschiedene Rolle spielt;man erinnere sich aber, daß diese Geschichte zur Zeit derLandesvermessung vor sich geht: wie dadurch das ganzeLand endlich genau abgezirkelt zu Papier gebracht und auchnicht das verborgenste Winkelchen in Wald und Feld ver-gessen wurde, so ward auch aller Orten in das Leben desVolkes ein neues Element geworfen.
Da kamen auf eine Zeit lang Städter in das Dorf,sie waren nicht Schullehrer und nicht Pfarrer, es warenmeist lebenslustige junge Leute, und welche Bedeutung sie inder Mädchenwelt gewonnen, haben wir bereits ersehen.
Die Vollzieher des in staatswirthschaftlicher Hinsicht gewißsehr zweckmäßigen Unternehmens hießen Geometer. Aufdem Dorfe hießen die Feldmesser eben Feldmesser, zur Er-höhung der Amtswürde sowohl als auch zur Verbreitunggriechischer Bildung unter den Bauern hießen die neuenHerren: Geometer. Die Gespiele der Creszenz hatte einenObergeomcter (oder wie er eigentlich folgerecht heißen sollte,Hypergeometer) geheirathet und wohnte in Biberach; da-durch hatte Creszenz Bekanntschaft mit dem Kameradenbekommen und die Eltern förderten sie auf alle Weise, denndas war eine herrliche Versorgung. Der rothe Schneiderlesah schon im Geiste seine Tochter als Frau Obergeometerin.
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Dreiviertel auf Mordjo.
Es war Nacht geworden, Creszenz stand in der Kücheam Feuer, da kam der Studentle laut daher geschrittenund sagte:
„Guten Abend Creszenz. Ich will mir ein Packle Ster-nentübak holen; habt ihr noch davon?"