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Auerbach's Dorfgeschichten
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will dir aber hernach schon eine Rechnung machen, wasdn mich kostest."

„Ich werde es beim Ministerium dahin bringen, daßman die Vergütung an das Kloster auf mein einstigesVermögen überträgt." —

„Wir haben mit einander ansgered't, brauchst mir nichtsmehr zu sagen," unterbrach ihn Valentin. „Wenn du nichtfolgst, denk' nur nicht, daß du noch einen Vater auf derWelt hast. Du bist mein Stolz gewesen, jetzt darf ichkeinem Menschen mehr unter die Augen treten, ich mußfroh sein, wenn die Leut so gut sind und nicht von dirreden." Dem harten Manne quollen Thränen aus denAugen, das Gesicht in beide Hände drückend, fuhr er fort:„wenn mich nur ein siedig Donnerwetter in Boden 'neinverschlagen hätt', eh' ich den Tag erlebt" — er legte denKopf auf das Fenstergesims, kehrte sich nicht mehr um undstampfte mächtig gegen die Wand.

Da sieht man's wieder, wie's die Menschen machen:seinen Haß und seinen Zorn ganz offen an seinem Sohneauszulasten, trug Valentin keine Scheu, seine Liebe undZuftiedenheit aber schämte er sich stets zu offenbaren undverschloß sie in sich. Machcn's nicht die meisten gebildetenund ungebildeten Menschen so?

Die Mutter Christine hatte bis jetzt nur immer mitbeiden erhobenen Händen Stille und Begütigung zugewinkt,nun sagte sie mit festerer Stimme, als man ihrem Antlitzenach hätte vermuthen sollen: „Jvo, lieber Jvo, du bist dochallfort brav und gottesfürchtig gewesen, es ist ja kein bösAederle in dir, ich will nichts davon sagen, daß ich mirdenkt hab' wie mir das ein' Staffel im Himmel ist, wenndu Geistlich wirst, davon ist jetzt kein' Red', es ist mir umdeinetwegen; um Jesu Christi Blut willen geh' in dich, seigut, bet' rechtschaffen, und unser Herrgott wird dir helfenund dein Herz von Allem, was nicht 'nein gehört, reinigen.Ach! du hast ja immer einen so frommen Sinn gehabt.