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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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„Das thu ich nicht."

„Was? das thust du nicht?" schrie Valentin, Jvo ander Gurgel packend.

„Vater!" schrie Jvo, „um Gotteswillen Vater! lassetmich los, machet nicht, daß ich mich mehren muß, ich binkein Kind mehr."

Christine hing sich an ihren Mann: „Valentin!" klagtesie, „ich schrei Feuerjo zum Fenster 'naus, wenn du nichtgleich losläßt." Valentin ließ ab, und Christine fuhr fort:„Ist das die Sanstmuth, die du mir versprochen hast? Jvoverzeih' ihm, er ist nicht so bös, er ist ja dein Vater,Gott hat ihm die Macht über dich gegeben. Valentin,wenn du noch ein laut Wörtle redst, hast du mich gesehen,ich lauf' auf und davon. Jvo, thu's mir zu lieb und gibihm die Hand."

Jvo stand da und preßte die Lippen zusammen undweinte große Tropfen. „Vater," schluchzte er, „ich hab'mich ja nicht selber zum Geistlichen bestimmt, und Ihr seidauch unschuldig, Ihr habt nicht wissen können, daß ich nichtdazu taug'; wir wollen einander keine Vorwürf' machen."

Er ging auf Valentin zu und wollte seine Hand fassen,dieser aber sagte: „Schon recht, was will denn der hoffärtigHerr werden?"

„Lasset mich noch ein halb Jahr die Thierarzneischul'besuchen, und dann will ich mich als Thierarzt und Bauerschon irgendwo niederlassen."

„Hast's gut vor und ich soll dem Kloster 'rausbezahlen?für jed' Jahr 200 st. ? da kann man mir mein Haus aus-scherten, das wird schön klingen, und da wird's heißen: jader Jvo wird ein Katzendoktor, da kann man das Hänsleschon dafür springen lassen, und von was willst du dennstudiren? Willst du aus den alten Kaiser 'nein leben, odermeinst gar, ich geb dir Geld? Du kannst einen Prozeßmit mir anfangen,, kannst dein Mütterliches verlangen; ich