Äm ersten Maimorgenprangte an des WagnerMichel's Haus ein stattlicherMaibamn; es war eine schöneschlanke Tanne, welcher mandie Aeste abgehauen und nurdie Krone gelassen hatte.Weit über alle Häuser hinragte ste, und stände derKirchthurm nicht auf demBerge, die Tanne hätte dar-über hinausgeschaut. Sonstwar kein Maibaum im gan-zen Dorfe, und alle Mäd-chen beneideten das Aivle, *)des Wagner Michel's ältesteTochter, weil es allein einenMaien hatte.
Die Kinder kamen dasDorf herauf; in ihrer Mittebewegte sich eine grüneHütte. Einezuckerhutförmige,aus Reifen gebundene undmit Laub bedeckte Hütte warüber einen Knaben gestülpt,der sich nun so von Haus-thür zu Hausthür bewegteund eine Weile dort Haltmachte; neben ihm gingenzwei andere Knaben, einen mit