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Auerbach's Dorfgeschichten
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nun das Vefele bemerkten, da rief einer:Tralle, dakommt Dein' Hochzeitcrin!" Der Tralle grinste fröhlich.Sie ermuthigten, hetzten und stießen ihn nun, er solleseine Braut am Arme nehmen; das Vefele hörte es undglaubte, es müsse vor Scham und Aerger in den Bodensinken. Schon stolperte der Tralle zu ihm her und faßtees mit grinsenden, verzerrten Mienen am Arme; Vefeleerhob seinen Blick so jammernd und vorwurfsvoll nachden Burschen, daß wirklich einer derselben versucht war,ihm beizustehen. Man hörte nicht, was er sprach, denndie Burschen lachten überlaut. Da kam dem Vefele un-versehens Hülfe. Der Hund, das Mohrle, der ihm ge-folgt war, sprang plötzlich auf den Rücken des Tralle,faßte ihn am Kragen und riß ihn zu Boden. Vefele hattenur zu thun, den Hund wieder von seiner Beute loszumachen,und dann ging es schnell seines Weges fort. Das Mohrlewar fortan eine gefürchtete Macht im Dorfe. Dieser Vor-fall betrübte das Vefele sehr, und die Abneigung gegendas Bauernwesen bestärkte sich immer mehr in ihm.

Vefele war auf einige Wochen zum Besuche bei Mel-chior in Ergcnzingen; auch hier war es oft betrübt, dennder Melchior hatte eine hartherzige, geizige Frau, bei derer kaum satt zu essen bekam.

Der Schultheiß von Ergcnzingen, ein Wittwer mitdrei Kindern, kam oft zum Melchior, und eines Tagesfreite er um Vefele. Vefele war fast entschlossen, demAntrage zu willfahren; es hatte zwc« keine Neigung zudem Schultheißen, aber das einsame Leben war ihm ver-leidet, und dann erfreute es sich in dem Gedanken, denmutterlosen Kindern eine freundlich liebende Mutter zusein. Da kam der Schloßbauer und stellte seinem Kinvevor, daß der Schultheiß ein Grobian sei, der seine ersteFrau hart gehalten habe, und dann sagte er wieder, daßfür Vefele nur ein feiner Mann passe. Der Schultheißerhielt eine abschlägige Antwort. Sein Antrag war aberim Flecken bekannt geworden; die jungen Burschen, die demstrengen Mann gern einen Streich spielten, streuten ihm