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Auerbach's Dorfgeschichten
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Zigeuner wurde einem Andern zugewiesen. Bei der Butterwar aber auch ein Brief, den der Schullehrer geschrieben,darin hieß es:

Unser Mathes hat aus Amerika fünfzig Guldengeschickt. Er hat auch geschrieben, wenn du nicht Soldatwärst, könntest du jetzt zu ihm, er wollte dir dreißig Mor-gen Ackers schenken. Halt' dich nur brav und laß dichnicht verführen, der Mensch ist gar leicht verführt. DasMarannele trutzt so halb und halb mit mir, ich weißnicht warum; als es dein Bild gesehen hat, hat es gesagt,das wärst du gar nicht." -- Bei diesen Worten schmun-zelte der Aloys, denn er dachte: so ist's recht, ja ich binauch jetzt ein ganz anderer Kerl; hab ich Dir's nichtgesagt, Marannele? gelt Du?"

Monate waren vorüber, der Aloys wußte, daß nächstenSonntag Kirchweih in Nordstetten sei; er erhielt durchseinen Feldwebel auf vier Tag Urlaub, er durste in ganzerUniform, mit Säbel und Tschako nach Haus.

O du Glücklicher! wie selig warst du, als du SamstagMorgens dein Putzzeug in den Tschako legtest und miteinemBhüt's Gott" bei deinem Feldwebel Abschied nahmst!

So eilig aber auch unser Aloys war, so sprach erdoch noch mit der Wache am Kasernenthor und mit derWache am Tübinger Thor; er mußte es Allen sagen, daßer heim ging, sie sollten sich mit ihm freuen, und ihndauerten die Kameraden, die so mir nichts dir nichts aufeinem kleinen Fleck zwei Stunden lang umherwandelnmußten, während er in dieser Zeit schon seiner Heimathum Vieles, Vieles näher war.

Erst vor Böblingen machte er Halt und trank aufder Waldburg einen Schoppen. Er konnte aber nicht ruhigauf dem Stuhle sitzen, sondern ging alsbald wieder fürbaß.

In Nufringen begegnete ihm der Kobbel wieder, derihn einst so geneckt hatte; sie reichten sich freundlich dieHand. Aloys hörte viel von der Heimath, aber kein Wortvon Marannele, und er scheute sich, darnach zu fragen.

In Bohndorf endlich zwang er sich zur Rast; er hätte

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