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Zigeuner hatte einen absonderlichen Widerwillen vor demWasser. Aloys mußte ihn auf Befehl des Rottenmeistersjeden Morgen an den Brunnen hinabführen und ihntüchtig waschen. Anfangs machte das dem Aloys Spaß,nach und nach wurde es ihm aber sehr zur Last; er hättelieber sechs Ochsen die Schwänze, als dem Zigeuner dasGesicht gewaschen.
In der Kompagnie unseres Aloys war auch ein ver-lorener Maler. Er spürte bei Aloys manchen Mutter-pfennig, und nun begann er ihn zu malen, in ganzer.Uniform mit Ober- und Untergewehr, und der Fahneneben ihm. Das war aber auch Alles, was mau erkennenkonnte, denn das Gesicht war eben ein Gesicht und weiternichts. Darunter stand jedoch mit schonen lateinischenBuchstaben: Aloys Schorer, Soldat im fünften Infanterie-Regiment.
Aloys ließ das Bild unter Glas und Rahmen bringenund schickte es mit dem Boten seiner Mutter. In demBriefe, der dabei war, schrieb er: „Mutter! hänget dasBild in der Stube auf, zeiget es auch dem Marannels,hanget es über dem Tisch auf, aber nicht zu nah amTurteltaubenkäfig, und wenn das Marannele das Bildhaben will, so schenket es ihm, und mein Kamerad, deres gemacht hat, sagt, Ihr solltet mir auch ein BälleleButter und ein paar Ellen reisten Tuch für meinemFeldwebel seine Frau, wir heißen sie nur die Feldwebelina,schicken. Zch hab' auch von meinem Kameraden tanzengelernt, ich gehe Sonntags zum erstenmal nach Häslachzum Tanz. Brauchst nicht zu maulen, Marannele, ich willmich nur Probiren. Und das Marannele soll auch schreiben.Hat der Zakob seine Ochsen noch, und hat die Bleßkuhnoch nicht gekalbt? Es ist doch kein recht Geschäft dasSoldatenleben, man wird hundsrackermüd' und hat dochnichts geschafft."
Die Butter kam, und dießmal half sie besser; der
') Hänfenes Linnen.