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Gedanken: „Aloys! beim Teufel, du bist doch jetzt neunzehnJahre vorbei, du mußt dich jetzt auch vornhin stellen,"und dann sagte er wieder: „wenn nur der Teufel denJörgli leihweise holen that'." Der Jörgli war das End-ziel seines Unmuthes, denn er hatte bald, ohnerachtet erein Knecht war (wie das überhaupt hier wenig Unter-schied macht), die Oberhand über alle Burschen des ganzenDorfes gewonnen, und sie mußten alle nach seiner Pfeifetanzen; und wie prächtig konnte er ihnen pfeifen undsingen und jodeln und Geschichten erzählen wie ein Hexen-meister. Er., lehrte die Burschen und Mädchen neue Lieder,und besonders das Reiterlied: „Morgenroth rc."
Als er zum Erstenmal den Vers sang:
„Thust Du stolz mit Deinen Wangen,
Die wie Milch und Purpur prangen,"
da stand der Aloys plötzlich hoch auf, er schien größer wiesonst, er ballte die beiden Fäuste und biß die Zähne vorinnerer Freude knarrend auf einander. Es war, als ober das Marannele mit seinen Blicken an sich zöge, als ober sie erst jetzt recht sehe, denn gerade so wie es im Liedestand, sah sie ja aus.
Die Mädchen saßen im Kreise, ein jedes hatte seineKunkel^) mit dem Goldschaum bedeckten Knäufe vor sichstehen, an der der Hanf mit einem farbigen Bande befestigtwar; sie netzten den Faden aus ihrem Munde und spannenmit der Spindel, die sich lustig auf dem Boden drehte.Es war dem Aloys immer wohl, wenn er „etwas zumAnnetzen," eine Schüssel voll Aepfel oder Birnen für dieMädchen auf den Tisch stellen konnte, und er stellte dieSchüssel immer nahe zu Marannele, damit sie auch tapferzugreifen konnte.
Anfangs Winter that Aloys den ersten muthigenSchritt seiner Großjährigkcit. Das Marannele hatte eine
') Spinnrocken.