Von den Metallen einzeln genommen, igi
metallnen Röhren verpufft, entwickelt sich ein elastischerluftförmiger Stoff, der nach allen Kennzeichen Srickgasist, und nachLergman aus einer halben Drachme Knall-pulver ohngefahr 7 schw. Cubikzoll betragt. In startenmetallenen Kugeln einaeschlossm erlangt das Knallgoidüber dem Feuer seine Metallgehalt wieder, ohne zu der-platzen oder die Kugel zu zersprengen. Zn der Arr sei-ner Wirkung ist es daher vom Schießpulver ganz ver-schieden.
2ZÖI.
Das Knallgold verliehrt seine fulminkrende Kraftauf mehrere Art: i) ohne Zusatz für sich allein, wennman es nach und nach und zu wiederholtenmalen einersolchen Hitze aussetzt, welche der zum Abknallen erforder-lichen sehr nahe kömmt;, es wird endlich dunkelschwarz,und hört auf, Knallgold zu seyn. Man muß aber da-bey nach Ber^man sehr viel Geduld anwenden, und dasgeringste Umrühren oder Reiben verhüten. 2) Durchden Zusatz jeder trocknen und pulverigten Materie, mirwelcher das Knallgold innig gemengt wird, und wodurchseine Theile von einander entfernt werden; z) dadurch,daß man zwey Theile Schwefel behutsam darüber ab-brennt, oder auch das Knallgold nach und nach in flie-ßenden Schwefel tragt. Feuerbeständiges aufgelöstes Al-kali benimmt dem Knallgolde keinesweges seine explodisrende Kraft, auch selbst beym Kochen nicht; trocknes thutes, wie jede pulverigte Substanz, die damit zusammen-gerieben wird. Mir etwas Oehl hat es Gaye ebenfallsohne Knall hergestellt.— Alles Knallgold, welches nachdiesen angeführten Verfahrungsarten seine platzende Ei-genschaft verlohren hat, laßt sich im Schmelzfeuer ohneZusatz reduciren.
3 2
§. 2ZS2.