Von den Metallen einzeln genommen, r 2 9
wenn man den durch feuerbeständiges Alkali erhaltenennicht knallenden Niederschlag (H. 2292. 229z.) mit Am-moniak, am besten mit atzendem, in verschlossenen Ge-fäßen digerirt.
§. 2298.
Wenn man einige Grane Knallgold in einem me-tallnen Löffel über einem Kohlenbecken oder über einerLichtstamme gelinde erwärmt, so bricht es, sobald cs ge-hörig erhitzt wird, in ein sehr starkes Platzen aus. Esbedarfdazu keiner Anzündung durch einen glühendenKör-per, sondern ein Grad der Wärme, der zwischen demSiedepunkt und dem dunkeln Glühen die Mitte hält, istdazu hinreichend. Ja bloßes Reiben oder starkes Stam-pfen desselben ist im Stande, es zum Platzen zu bringen.Die Gewalt, welche es dabey ausübt, ist gegen seineMasse fürchterlich groß. Es ist daher bey seiner Verfer-tigung, besonders beym Trocknen desselben und beym Auf-bewahren, alle mögliche Behutsamkeit nöthig, und esmuß nie in eine Flasche mit einem Stöpsel, sondern bloßin ein kleines mit Papier zugebundenes Zuckerglas gethan,nie im Mörser gerieben werden u. s. w. Es sind nach-theilige Wirkungen seiner explodirenden Kräfte genug be-kannt; besonders traurig ist der Unfall, von welchem Hr.kNacquer selbst Zeuge war.
Macguers ch^m. Wörter.b. Th. S. i§6»
Z. 2299.
Es ist nicht so leicht, die Ursach des Platzens diesesNiederschlages auszumitteln, und befriedigend anzugeben.Wir wollen daher erst die Umstände des Phänomens,und die Thatsachen, welche dabey stattsinden, nach dergenauen Untersuchung des sel. Bergmans über diesenGegenstand näher betrachten, um daraus wenigstens Be-weise hernehmen zu können, was das Knallgold nichtSrens Chemie. UI, LH. I fey,