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Dritter Theil (1795) Die Erdharze. Die kohligen Substanzen des Mineralreichs. Die Metalle. Anhang von Priestley's sogenanntem dephlogistisirten Salpetergas, und der Strontionerde
Entstehung
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128 XI. Abschnitt. 2. Abtheilung.'

annimmt, mit Glase zusammengeschmolzen dasselbe pur-purfarben färbt, und in dieser Rücksicht auch vorzüg-' lich in der Emaillirkunst und Porcellänmahlrrey brauch-bar ist.

§. 2295.

Das Ammoniak, sowohl das aßende, als das koh-Lensaure, schlagt die Goldsolution noch geschwinder nie-der. Es entsteht ein gelblicher Kalk, der, auch nachdem sorgfältigsten Aussüßen und sehr behutsam und gelin-de anzustellenden Austrocknen, ohngefahr um H schwererist, als das dazu gebrauchte Gold, und wegen des hef-tigen Schlages, mit welchem er, auch selbst in der Men-ge von einigen Granen, bey einer trocknen Hiße, die et-was über den Siedepunkt des Wassers gehr, von selbstabbrennt, den Namen des Anallgoldes oder playgol-des (Hmrnm kulminans, pulvis cllr^foeeraunius) erhal-ten hat.

H. 2296.

Die Bereitung dieses Knallgoldes geschehet am be-sten so, daß man zu einer gesättigten und mit sechsmalso viel destillirtem Wasser verdünnten Goldauflösung inKönigswasser so viel reinen kohlensauren Salmiakgeisttröpfelt, bis kein Aufbrausen mehr entsteht, doch mußman sich hüten, nicht überflüssig davon zuzuseßen. Manläßt sich den Niederschlag in einem Glascylinder setzen,gießt die Flüssigkeit klar ab, wascht den Rückstand mitheißem destillieren Wasser aus, sammlet ihn sorgfältig,und trocknet ihn äußerst behutsam ohne angebrachte Wär-me in der Luft, ohne ihn zu reiben, oder stark zu drücken.

2297.

Man erhält dies Knallgold auch, wenn man dieAuflösung des Goldes in Königswasser, das mit Sal-miak gemacht worden ist (ß. 2286.), mit feuerbeständi-gem Alkali niederschlagt; — und endlich auch dadurch,

wenn