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Dritter Theil (1795) Die Erdharze. Die kohligen Substanzen des Mineralreichs. Die Metalle. Anhang von Priestley's sogenanntem dephlogistisirten Salpetergas, und der Strontionerde
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Xl. Abschnitt. 2. Abtheilung.

§. 2284.

Zum Schmelzen erfordert das Gold die anfangendeWeißglühehrtze, die man auf 1300° Fahrenh. schätzt,und es fließt mit einer Aquamarinfarbe auf der Oberflä-che. Bey dem ganz langsamen Erkalten und Gestehen istes fähig, eine cn-stallmische Fügung anzunehmen, undzwar in kurzen vierseitigen Pyramiden. Es ist in derHthe unseres Ofenfeuers vollkommen beständig, und essteigt nichts vom Rauch aus ihm auf, wie die Versuchevon Aunkel, Robert Boyle und Gusto Llaväus be-weisen, die das Gold Monate lang in einem anhaltendenFlusse im Glasofen erhielten, ohne daß das Gold amGewicht oder in den übrigen Eigenschaften verändert wor-den wäre. Indessen ist diese Feuerbeständigkeit des Gol-des doch nur relativ in Ansehung des angewandten Feuers,und es ist seht erwiesen, daß das Gold in der Hitze sehrgroßer Brennglasec und Brennspiegel wirklich flüchtig ist.Schon Homberg hatte in dem Brennpunkte des großenTschirnhausischen Brennglases die Verflüchtigung des Gol-des wahrgenommen, und behauptete auch, das Gold inein violettes Glas verwandelt zu haben. Man machteihm aber schon damals die Erinnerung, daß dies erhalte-ne Glas von den Unterlagen hergerührt habe. Hr. Mac-quer stellte in neuern Zeiten, in Gesellschaft mehrererfranzösischer Akademismen, diese Versuche mit eben demBrennglase wieder an, und er fand, daß aus dem imBrennpunkte liegenden Golde ein Rauch aufstieg, dereine darüber gehaltene Silberplatte augenscheinlich vcrgul-dete; daß die fließende Goldkugel in eine heftige Rota-.tionsbewegung kam,' und daß sich auf der Oberfläche einematte Haut zeigte, die endlich in der Mitte eine violetteVerglasung ansetzte. Die Unterlage war Porzellanerde.Hr. Macquer glaubt aber doch, daß man aus seinenVersuchen noch nicht mit Gewißheit auf die Verglasbar-keit des Goldes schließen könne, und daß diese also noch