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ist bitterlich zusammenziehend, und in jener Gegend ein Yolksmiltel gegen hydropsund Arthritis chronica. Herr Slaalsralh Reumann machte mit ihr in einem Peters-burger Lazareth günstige Versuche, und sie wurde darauf in die russische Medici-naltaxe aufgenommen. Sie hilft besonders in Hydrops, wo lonica indicirt sind.Der Urin wird bei ihrem Gebrauch braun, ja schwärzlich, und bei längerer An-wendung spürt der Kranke Schmerzen in den Hypochondrien, wo Tartar, depur.Calomel u. s. w. angezeigt sind, pafst sie nicht. Die Anwendung geschieht am bestenzu 1 bis 2 Unzen in Pfund Wasser auf 1 Pfund eingekocht, und hiermit meh-rere Wochen fortgefahren. — Hierbei macht Herr Slaalsralh Reumann auf unsereArten von Ballota, die vielleicht ähnliche Wirkung haben, aufmerksam. — Von derBallota lanata wird nächstens ein Vorrath nach Berlin und Leipzig gesendet werden.
Herr Regierungsrath Hartmann aus Frankfurt a. d. O. trägt vor, dafs erhistorisch von der Anwendung der Mercurialis annua gegen Hydrops schon beiden Römern belehrt sei, auch damit günstige Versuche gemacht habe, und dafs beson-ders dieses Mittel Obslruclionen hebt und den Harn treibt. Er führt den Fall an,dafs er einen 83 jährigen hydropisehen Mann in ungefähr 8 Wochen damit geheilthabe. Er bemerkt zugleich noch, dafs die Pflanze nur im frischen Zustande wirksam sei.
Herr Geh. Medicinal-Rath Professor Dr. Wendt aus Breslau, seitherigerPräsident der ärztlichen Seclion, nimmt von den Anwesenden Abschied, dankendfür das in ihn gesetzte Vertrauen. Hierauf wird an seiner Stelle Herr SlaalsralhRehmann aus Petersburg einstimmig zum Präsidenten gewählt.
Fünfte Sitzung: den 25. September.
Zuerst wird das Protocoll der letzten Sitzung vom Secretar vorgelesen. DerHerr Präsident, Staatsrath Rehmann theilt hierauf ein Schreiben des Herrn Dr.Pasch mann aus Carlsbad an ihn mit, wonach durch die Bemühungen des Hrn.Dr. Reubel aus München sich in Carlsbad ein ärztlicher Verein gebildet habe zurErforschung der Deutschen und Böhmischen Mineralquellen, als auch der Seebäder.Diesem Schreiben war eine Abschrift der Verhandlung des Carlsbader ärztlichen Ver-eins zur Erforschung der allgemeinen und specifiscben Heilwirkungen der dasigenQuellen und zur Begründung einer wissenschaftlich geordneten hydrologischen Er-fahrungs-Therapie, unterm 17 tFn Sepl. 1828, beigefügt. Dieser Acte nach schliefstsich der Verein in Hinsicht des Zweckes ganz dem in Marienbad zu Stande gekom-menen an, und beabsichtigt zugleich, die gesammelten und noch zu sammelndenErfahrungen in einer eigenen Zeitschrift, betitelt ,,Brunnengeist” erscheinen zulassen, wozu nun auswärtige ÄrzLe um Mitwirkung ersucht werden. (Das Schrei-ben des Herrn Dr. Päschmann und die mitgesendete Verhandlungs-Acte wurdenin Verwahrung genommen.)