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Herr Geheime-Rath Dr. Vogel aus Rostock trügt eine Skizze zu einemportativen diagnostischen Apparat vor. Er schlagt vor, dafs in einemsolchen Apparat sich befinde: 1. ein Mittel zur Verfeinerung des Geruchs, gleich
den Gehör- und Fernrohren zur schnelleren Empfindung des Geruchs der zu un-tersuchenden Stoffe, z. B. des Scliweifses, Schleimes, Eiters u. s. w. 2. Die nölhig-sten Reagenlien zur chemischen Untersuchung der materiellen Krankheitsstoffe.3. Bougies, Catheler, Loupen, Vergröfserungsgläser, Spatel, kleiner Maasstab, feineMefsbinden, Zirkel, Taschen-Thermometer, Secundenuhr, ein Magnet, Bistouris,Lanzette, Troicar, Pinzette, eine kleine Waage, Stelhoscop, Speculum vaginae,Percysche Magensprülze, kleine Sprütze, Slappsche Lungensprülze, Percussionsscheibe,Gehörröhre, Stückchen Schwamm, Electromeler u. s. w.
Herr Professor Dr. Wolfart aus Berlin spricht über fremde Erzeug-nisse in den Organen des Menschen, und zeigt einige Würmer vor, derenviele durch den Mastdarm, viele aber auch, alle lebend, mit dem Speichel (darin-nen sich befindend) bei einem erwachsenen Menschen abgingen, und sich zugleichals heilende Crise in dessen Epilepsie bewiesen.
Herr Doctor Messerschmidt aus Naumburg spricht vom Abgang einerMenge Fliegenlarven, vermuthlicli musca vomitoria, durch den After seineskleinen Sohnes, und zeigt eine Abbildung derselben vor.
Herr Doctor Sundelin aus Berlin spricht von drei ähnlichen Fällen,in welchen diese abgehenden Larven als heilsame Crisen in convulsivischen undnervösen Übeln erschienen.
Herr Doctor Opfert aus Berlin spricht von zwei Fällen, wo solcheFliegenlarvcn sich in grofser Menge in den Ohren befanden.
Herr Professor Liciitenstaedt aus Breslau berichtet über einen ärztlichenVerein am Marienbader Brunnen, und äufsert den Wunsch, dafs auch für andereHeilquellen solche Vereine sich bilden möchten, um auf diese Weise über dieselbenvollkommene Erfahrungen machen zu können, und dafs zu diesem Behuf eine eigneBrunnenschrift herausgegeben würde (*).
Herr Doctor Becker aus Mühlheim zeigt seinen Apparat zur Anwendungdes mineralischen Magnetismus, bestehend aus einem einfachen, dreifachen, fünf-und achtfachen Magnet; letzteren hatte er nicht bei sich. Die Erfahrung hat ihmbewährt, dafs die Anwendung des Magnetismus nicht bei entzündlichen Krankheiten
(*) Diese Miltheilung, so wie der Vorschlag lind Wunsch, rühren ursprünglich nicht vonHerrn Professor Lichtenstädt her, sondern von Herrn Doctor Krantz aus Königsberg, dersich schon früher (s. erste Sitzung) über Marienbad ausgesprochen und schon damals diesen Vor-schlag einer Brunnenschrift gemacht hatte.