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ferner die Beobachtungen über das Keimen dieser Pflanze und ihre unglaublicheVermehrung. Die Gattung Lemna wird nach diesen Untersuchungen mit nochzwei aus ihr vielleicht zu bildenden Gattungen eine eigene kleine Familie bildenmüssen, welche den Aroideen verwandt ist.
Herr Doctor Pönitz zeigte Erbsen vor, welche mit sehr wenig destillirtemWasser in ganz verschlossenen Gläsern gekeimt hatten, ohne Zutritt desLichts, er fragt woher die grofse Menge von Kohlenstoff entstanden sei? und obwohl der Kohlenstoff ein einfacher Stoff sein könne?
Zweite Sitzung: am 22. Sept. 1828, Morgens 8 Uhr.
Herr Professor E. Meyer aus Königsberg schlägt eine andere Erklärungder verschiedenen Organe der Farrnkräuter vor. Die Saamen seien nackteEmbryone, die Kapseln die Saamenhüllen, der Gliederring entspreche der Raphe;die Sori seien den Placentis zu vergleichen, das Indusium sei aber ohne alle Wich-tigkeit, nur ein abgestossenes Zellenblättchen. Das ganze Blatt wird bei dieser Er-klärungsweise zur Fruchthülle.
Herr Professor Zuccarini aus München setzte die Characlere auseinan-der, deren er sich zur Unterscheidung der holzigen Gewächse im blattlosenZustande bedient und welche er in seinem neuen Kupferwerke über diesen Gegen-stand abbildet, sie beziehen sich auf die Blatlnarbe, die Knospe und deren Decken,so wie auf das Vorkommen von Nebenblättern und Blüthen in den Knospen.
Herr Professor Wenderotii aus Marburg legte mehrere wenig bekannteund zweifelhafte Pflanzen zur Berathung vor.
Herr BouChe aus Berlin zeigte verschiedene lebende aus Saamen gezo-gene Gewächse vor, welche bedeutende Abweichungen in ihren Formen von derMutterpflanze zeigten.
Dritte Sitzung: am 23. Sept. 1828, Morgens 8 Uhr.
Herr Professor Schultz aus Berlin trug seine Ansichten über die Saamen-häute, den Nabel und die übrigen Theile des Saamens vor, wonach der Saameebenfalls aus einem Blatt entstanden gedacht werden mufs, dessen Blattstiel denfuniculus umbilicalis bildet.
Herr Professor Kunth aus Paris trug seine neuen Ansichten über die Bil-dung der Blüthen der Gräser mit, wonach sie, eigentlich ömännig und 3wei-big, den Palmen zunächst stehn würden; auch über die Bildung der Fistille so wieder Frucht theilte er neue und interessante Beobachtungen mit.
Herr Doctor Goeppert aus Berlin unterhielt die Gesellschaft mit seinenVersuchen über die verschiedenartige schädliche Einwirkung vieler Sub-