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32. Herr Doctor Plagge aus Steinfurt: physiologische Bemerkun-gen über das Sehen. (^Stunde.)
Die Sitzung wurde nach 2 Uhr geschlossen.
An der heutigen Mittagstafel nahmen aufser einer grofsen Zahl einheimischerGäste die beiden in Berlin unter dem Namen der älteren und jüngeren Liedertafelbestehenden musikalischen Gesellschaften Theil, welche in der Mitte des Saals anzwei gröfseren Tischen unter Zelters und Rungenhagens Vorsitz vereinigt undgeordnet waren. Ein aus 72 geübten Männerstimmen bestehender Chor führte wäh-rend der Tafel passend ausgewählte, von hiesigen, meist anwesenden Meistern inMusik gesetzte Gesänge aus, die Solo-Sätze wurden von den berühmtesten Künigl.Sängern vorgelragen. Die Fremden sollten eine würdige Vorstellung von der Artund Weise bekommen, in welcher die in Berlin, ohne Vorliehe für eine bestimmteGattung, doch mit Strenge zu einer hohen Stufe geführte Tonkunst in das geselligeLeben eingeführt wird, und die allgemeine Freude, die sich in der ganzen Gesellschaftoffenbarte, bewies, dafs die Absicht nicht verfehlt sei. Erst der einbrechende Abendtrennte die heitre Versammlung.
Bei Eröffnung der letzten Sitzung am 24 tlen Sept. gab der Geschäftsführerzuerst von den erfreulichen Nachrichten über die Wiederherstellung des HerrnGrafen C. von Sternberg Kunde.
Sodann verlas der Secretar das Verzeichnifs der seit dem 17 lcn angekomme-nen Mitglieder der Gesellschaft, welche nun dadurch auf eine Zahl von 458 ange-wachsen ist.
33. Zuerst las nun Herr Professor Dr. Pohl die Hauptresuliate seiner Un-tersuchungen über den Galvanismus vor. (fast eine Stunde.)
Als nunmehr während dieses Vortrages die Mitglieder sich zahlreich versam-melt hatten, wurde von dem Geschäftsführer der in der Sitzung am 22“ ca vertagteAntrag wegen der zu veranstaltenden Ausgabe des Plinius wieder zur Sprache ge-bracht. Leider war Herr Professor Böttiger, durch Unpäfslichkeit verhindert, nichtanwesend. Der Secretar nahm daher das Wort und bemerkte, dafs soviel er sicherinnere, der Antrag dahin gehe, die Versammlung solle die Preufsische Regierungum eine ähnliche Geldbewilligung zu den vorbereitenden Arbeiten für diese Unter-nehmung bitten, als andre deutsche Staaten bereits für dieselben zugesagt hätten.Nun aber bestehe für die Beförderung solcher wissenschaftlichen Unternehmungeneine reich mit Mitteln ausgestatlete Behörde, die Königl. Akademie der Wis-
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