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Gestellung auf dem Fremden-Bureau und von der Lösung einer Äufen thal Iskar tedispensirt sein sollten. Dagegen übernahmen die Geschäftsführer die Verpflichtung,die Listen ihrer täglich ankommenden Gäste dem Polizei - Präsidium im Laufe desTages einzureichen.
Um ferner sowohl den Fremden als sich selbst die Zeit zu ersparen, die heiden Besuchen und Gegen - Besuchen verloren gehn mufste, hatten die Geschäftsführerdie Einrichtung getroffen, dafs sie vom 12 le " September an täglich zweimal, nemlichvon 10 bis 12 Uhr Morgens und von 4 bis 5 Uhr Nachmittags, in dem Senats-Saalder Universität, den ihnen dieselbe dazu freundlich eingeräumt hatte, anzutreffenwaren. Mehrere Lohnbedienten, die für die Dauer der Versammlung in Dienst genom-men waren, hatten das Geschäft, die Fremden bei Ankunft der Schnellposten in der Postzu empfangen, in ihre Wohnungen, und von da in das Universitäts-Gebäude zu führen.Ein Jeder trug hier zugleich seinen Namen und Titel in ein ausgelegtes Buch ein, auswelchem das im Druck begriffene Verzeichnifs bis zum letzten Augenblick berich-tigt und vervollständigt wurde. Hier erhielt auch ein Jeder die als Beweis der Mit-gliedschaft dienende Karte, welche auf der Rückseite den Grundrifs des Sitzungs-Saales trug, in welchem die Nummer der Karte noch einmal an gehöriger Stellemit rother Dinle eingetragen war, damit ein Jeder danach bequem seinen Platz fin-den könne. (Ein Abdruck von beiden Seilen dieser Karte ist hinten angehängt.)
Zugleich wurde hier in den letzten Tagen vor der Versammlung folgende Be-nachrichtigung an die Mitglieder der Gesellschaft ausgegeben:
Der Hauptzweck der Gesellschaft, dafs den Naturforschern und Ärzten DeutschlandsGelegenheit verschafft werde, sich persönlich kennen zu lernen (S. 2. der Statuten), erfordertdie gröfstmögliche Leichtigkeit des Verkehrs, Ordnung ohne Zwang, und Zusammenhaltender Gesellschaft, ohne ängstliche Sonderung von einem achtungswerlhen theilnehmendenPublikum, Aufgaben, die in einer volkreichen Residenz nicht ohne Schwierigkeit zu lösenwaren.
Die Gesellschaft vereinigt sich in ihren öffentlichen Sitzungen und bei ihren gemeinschaft-lichen Mahlzeiten, Beides unter dem Zutritt einer gewissen Zahl von Personen, die an denErfolgen der Versammlung Anlheil nehmen und sich des Anblicks so vieler durch Forschung,Lehre, Schrift und Rath berühmt gewordener Männer erfreuen.
Die fremden Mitglieder, in einer Stadt angekommen, deren Weitläufigkeit das Zusam-menfinden immer erschwert, nehmen ihre Wohnungen in der Nähe der Gebäude, die zu ihrenVersammlungen bestimmt sind; es ist dafür gesorgt, dafs es in dieser Gegend an Gelegenheitzum Unterkommen nicht fehle, bereite Diener empfangen die Ankommenden mit Nachweisungund Auskunft.
Zweimal täglich halten sich die Geschäftsführer an geeignetem Ort (in dem Senats-Zimmerdes Universitäts-Gebäudes) zum Empfange der Fremden bereit, dafs beiden Theilen nicht dieZeit mit dem Aufsuchen und dem Erfüllen der Höflichkcits-Bezeigungen verloren gehe. Dorttreffen sich die von allen Seiten Angekommenen beisammen, alte Freunde sehn sich wieder,frühere flüchtige Bekanntschaften werden erneuert, andre in der Gunst des Augenblicksgeknüpft und in dem Gedanken an die kurze Dauer des Beisammenseins schnell befestigt.