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10 (1830) Schw bis Sz
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912 Synode Synonymen

burghausijchen, Hanöverischen, Holsteinischen, Schaumburgischen, Schlesischen, inBasel, im südlichen Frankreich und in Schweden bloß wissenschaftliche und prakti-sche Fortbildung der Prediger. Denselben Zweck haben die jährlichen Synoden derdänischen Bischöfe und die seltenern Prastmvtcn der schwedischen Bischöfe mit ihrerSliftsgeistlichkeit; diese verbinden damir Berathungen über das Kirchenwesen, jeneErläuterungen königl. Befehle in Kicchensachen, beide Disciplin über die Geistli-chen. Die anglicanische Kirche har nur noch den leeren Schalten ihres sonst sehrwirksamen Synodalwesens in der einmaligen Sitzung der Eonvocation ihrer Bi-schöfe vor Anfang der Parlamentsversammlungen; für fortbildende Synoden lhutsie gar nichts. Im Königreich Sachsen werden gar keine Synoden gehalten. Inder kath. Kirche halten nur die Eapitel einiger schweizerischen Eankone Pastoralcvn-ferenzen, die alten Diöcesan- und Pcovinzialsynoden sind ganz abgekommen. Na-livnallynoden hat 1811 der französische, 1822 der ungarische hohe Klerus, jenerohne Erfolg, dieser besonders zu Gunsten der Wiederaufnahme der Jesuiten, dock-offenkundig nur zum Vollzug der disciplinarischen Kirchengesetze gehalten, wobeiauch eine neue Ausg. der Caldini'schen Übersetzung der Vulgata ins Ungarische be-schlossen ward. Die griech. Kirche halt keine Synoden mehr. 81.

Synode wird eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten genannt,die entweder ein Bischof mit s. Pfarrern («-mockus llivoeosali»), oder ein Erzbischofmit s. Bischöfen (»vnock. provinoisii»), oder die gestimmte Geistlichkeit eines Reichsunter Vorsitz eines papsil. Legaten («-no«!. univorsali» sou national»») veranstal-tet, um über Streitpunkte in der Äirchenlehre und Liturgie Verhandlungen zu pfle-gen und Beschlüsse zu fassen. Die heil. Synode zu Petersburg ist der oberste Kir-chenrath der griech. Kirche im russ. Reiche, den Peter I. als eine stehende geistlicheBehörde an die Stelle deS Patriarchats setzte, und durch welche der russ. Kaiser seineKirche regiert. Auch unter den Protestanten werden von den Superintendentenund Inspektoren mit ihren Pfarrern Synoden gehalten, welche jedoch mehr denZweck gelehrter Übungen und gegenseitiger Erweckungen zu zweckmäßiger Amts-führung, alS irgend eine constitutive Bedeutung haben. Eine solche Bedeutung er-hielten bis jetzt nur die Synoden der cvangel. Geistlichkeit in der preuß. Monarchiedurch die 1816 vom jetzigen König Angeführte Synodalverfassung, zufolge wel-cher die Pfarrer unter ihren Superintendenten und diese unter ihren Generalsuper-iurendenten oder Pröpsten zu bestimmten Zeiten Versammlungen halten, um sichüber das Beste der Kirche zu berathcn und ihre Beschlüsse als gutachtliche Vor-schläge zu gelegentlicher Benutzung an den König zu bringen. Die dortrechter Syn-ode, welche 1618 und 1619 die Remonsirantcn aus der reformirten Kirche schied,war ein Nationalconcilium, zu festerer Bestimmung streitiger Glaubenslehren.Das Recht, solche Synoden zu veranstalten, gehört in den Protest. Ländern zu denVorbehalten, die den Fürsten als Inhabern der bischöfl. Gewalt und ihren Stän-den zukommcn, wird aber sehr selten in Anwendung gebracht.

Synonyme n sind Wörter von ehedem völlig gleicher Bedeutung; strenggenommen, gibt cs deren in keiner Sprache. Wohl können in verschiedenen Mund-arten für einen und denselben Begriff verschiedene völlig gleichbedeutende Wörter er-funden werden; aber sowie sie aus der Mundart i» die Gesammtsprache (Schrift-sprache) übergehen, verdrängen sie entweder jedes andre Gleichbedeutende, oderwerden mit veränderter Bedeutung diesem benesellt. Synonymen heißen dahersinnverwandte Wörter. Ost ist die Ähnlichkeit so groß, daß nur der feinste Scharf-sinn die unterscheidenden Merkmale entdecken kann. Dies erzeugte das Bedürfniseiner auf logischen Grundsätzen beruhenden Regellehre für die Unterscheidung sinn-verwandter Wörter, der Synonymik. Wie die Sprache überhaupt der sichersteMaßstab der geistigen Anlagen eines Volks ist, so ist die Synonymik der Grad-messer seines Scharfsinns. Die mekapherreichen morgmlandischm Sprachen zeu-