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10 (1830) Schw bis Sz
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Syntax

auf eS bei dem Vorträge jeder Art von Erkenntnissen doch vor Allem ankommt, be-fördert. Um so weniger darf man sich wundem, daß das Bedürfniß synonymischerUntersuchungen schon früh gefühlt worben ist. Bereits gegen das Ende des 2.Jahrh.n. Chr. stellte Jul. Pollux in s.Onomastikon" einen nicht ganz unglück-lichen Versuch der Art mit der grlcch. Sprache an. Aber erst den neuern Zeitenwar es Vorbehalten, die Synonymik auf feste Grundsätze zu bringen und den ge-summten Sprachschatz an sinnverwandten Wörtern in synonymischen Wörterbü-chern zusammenzustellen. Lange mußten wir Deutsche uns mit bloßen Versuchen >begnügen, wohin wir die für ihre Zeit nicht unverdicnstlichen Arbeiten Gottsched's ^(, Beobachtungen über den Gebrauch und Mißbrauch vieler deutschen Wörter undRedensarten", Leipz. 1758) und die spätem von Stosch und Heynatz rechnen, bisI. A. Eberhard 1795 durchs.Versuch einer allgemeinen deutschen Synonymik"und durch s.Synonym. Handwörterbuch" für uns Das wurde, was Vaugelas,Girard, Beauzäe und Noubaud den Franzosen, Blair, Dav. Booth und Erabbden Engländern gewesen waren und noch sind. Eberhard's synonymische Werkesind von Maaß fortgesetzt und ergänzt worden, und nach dessen Tode hat Grubcrin Halle das Hauptwerk u. d. T.:Versuch einer allgem. deutschen Synony-mik" (Halle 1826) neu hcrausgeg.; die neueste Aust, desHandbuchs" (Eb.

.1822) von Maaß. Die Dumesnil-Ernesti'sche lat. Synonymik gab v. Rams-horn in Altenbucg (Lpz. 1828) neu heraus.

Syntax, die Lehre von der Wortfügung, oder derjenige Thcil derSprach-te h r e (s.d), welcher die einzelnen Wörter zu ganzen Sätzen und Perioden verbindenlehrt. Wie das Wort dem einzelnen Begriffe entspricht, so enthält der Redesatz denAusdruck mchrer, zu einem Ganzen verbundener Begriffe. Er sammeltdas Einzel-ne, Zerstreute in eine Gesammtvorstellung und steigert den Ausdruck zur Rede. Jelebhafter sich ein Volk der mannigfaltigen, zum Thcil sehr versteckten Beziehungenseiner Begriffe bewußt wird, um so stärker regt sich in ihm das Bedürfniß, fürjedes mögliche Begriffsvcrhältniß ein genügendes Vczcichnungsmittcl in Bereit-schaft zu haben, und so sollte die Verknüpfungsweise einzelner Wörter zur Redemit der fortschreitenden Ausbildung des Denkvermögens immer gleichen Schritthalten. Wenn dem nicht so ist, liegt der Grund meist in den Sprachen selbst, die,ebenso sthrdasWerkdesZufalls und derWillkürals der prüfenden Einsicht, jederfreiem Entfaltung der Art oft unübersteigsiche Hindernisse entgegenstellen. DieAbhängigkeit der Rede von dem eigenthümlichen Verfahren der Denkkraft bei Er-zeugung dcS Gedankens wird dadurch keineswegs aufgehoben. Woher sonst diegroße Verschiedenheit der einzelnen Sprachen in Anordnung und Verknüpfung derBegriffe, auch in den Fällen, wo Bau und Wesen der Sprache vollkommene Ähn-lichkeit zulassen? Diese zum großen Theil in der Vorstcllungsweise der Völkergegründeten Verschiedenheiten, aus denen sich die Nothwendigkeit einer besondernSyntax für jede in der Erfahrung gegebene Sprache ergibt, sind jedoch nicht vonder Act, daß sie die Ausstellung gewisser allgemeiner Grundsätze, die man rechtwohl unter dem Namen einer allgemeinen Syntax begreifen kann, schlechthin un-möglich machen sollten, und die allgemeine Sprachlehre wird nach geschehener Ent-wickelung der verschiedenen nothwendigen Nedetheile, für die Verbindung derselbenzu Sätzen und Perioden gewisse allgemein gültige Grundsätze aufzustellen haben.Unbekümmert um die Abweichungen der einzclnenSprachen, würde sie zudem Endeals oberstes Gesetz für alle Wortfügung ausstellen: Ordne die Worte naturgemäß,d. h. so, wie es das innere (logische) Verhältniß der in die Rede aufgenommcnenVorstellungen verlangt. Alle Rede beabsichtigt die sinnlich vernehmbare Bezeich-nung einer oder mehrer Hanptvorstcllungen nach ihren Eigenschaften und Verhält-nissen. Alles, außer der Haupkvorstellung, ist nur um ihretwillen vorhanden.

Nur dann, wenn die Rede dies Verhältniß derAbhängi'gkei't vollsiandig ansdrückt,