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10 (1830) Schw bis Sz
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Schweden und Norwegen, seit 1814

Specics «hielt, so beliefen sich jetzt si norwegischen Einkünfte zusammen auf

56.000 Specics. Auch beschloß das Storthing, sowol die Apanage des Kronprin-zen als die zur Hofhaltung des Königs ausgesetzten 64,000 norm. Specics künftigin Silber (nicht wie bisher in Bankzetteln) zu bezahlen, und bewill'gte zu den Ko-sten der Reise des Prinzen ins Ausland und bei seiner Vermahlung, als BeitragNorwegens, 60,000 Species. Außerdem ordnete diese denkwürdige Versammlungvon 77 Normännern das Geldwesen ihres Vaterlandes so, daß die Abgaben vomplatten Lande um 60,000, von den Städten um 10,000 vorweg. Specics verrin-gert werden konnten. Da nun zugleich der Handel des Landes seit 2 Jahren sichmerklich gehoben hatte, so besserte sich auch der norwegische Wechselkurs. Als derKronprinz am 9. Aug. 1824 die Sitzungen des Storkhings schloß, äußerte er dieHoffnung, daß die von der Regierung ertheilte Aufklärung (in Ansehung der Ver-stärkung der vollziehenden Gewalt durch das absolute Veto und der Stellung Nor-wegens in seiner Grundverfassung auf eine gleiche Stufe mit den übrigen StaatenEuropas; vgl. die königl. Botschaft vom 4. Aug., welche die 161. Beil, derAll-gem.Zeit." vom 1.1824 mitgctheilt hat, und Beil. 238) bei einer folgende» Ver-sammlung ein günstigeres Resultat, rücksichtlich der oben genannten Vorschläge(vgl. Nr. 172 derAllgem. Zeitung" v. d. I.) zur Folge haben würde. Am Endedes Oct. 1824 ward der Kronprinz nach Stockholm zurückberufen, und s. Anstel-lung als Vicckönig in Norwegen aufgehoben. Hierauf ernannte der König wieder-um den Grafen Sandels zum Rcichsstatthalier und Oberbefehlshaber der norweg.Land- und Seemacht. An Spannung und Mißverhältnisse war hierbei nicht zu den-ken. Vielmehr gab eine Reise, die der König und die Königin im Sept. 1825 nachChristiania machten, sowie ihre Anwesenheit daselbst in den 1.1827, bei dem 5.ordentl. Storthing und 1828 dem Monarchen Gelegenheit, sich von der Liebe undTreue des braven normännischen Volks aufs Neue zu überzeugen. Die Begeiste-rung der Normänner für ihre Verfassung aber äußerte sich ebenso lebhaft, vorzüg-lich bei dem norweg. Constitutionsfestc am 17. Mai 1827, dem Jahrestage, anwelchem die Volksversammlung aus Eidsvold das Grundgesetz Unterzeichnete.

Norwegens innerer Wohlstand scheint, was Ackerbau, Viehzucht, Bergbauund vorzüglich die seit einigen Jahren sehr ergiebige Heringssischcrei betrifft, rascherals man hoffen durfte, aufzublühen. Die Staatseinnahme belief sich 1823 auf727,331 Specics Silber und 2,293,486 Svecies Papier, die Ausgabe dagegen»ur auf 583,204 Specics Silber und 1,921,248 Species Papier. Auch dieStaatseinkünfte 1824 überstiegen die Ausgabe um 70,000 Thlr. Silber und

133.000 Thlr. Spec. in Zetteln, obgleich Norwegen, nach Hagelstam, ein Heer-wesen von 45,602 M. unterhält, wovon die eigentliche Landmacht 23,660 M. be-trägt. Die norweg. Flotte zählt 126 Schiffe mit 564 Kan. und 5600 Matrosen.Dabei werden wissenschaftliche Anstalten und Volksschulen von der weisen Regie-rung Norwegens zweckmäßig gepflegt. Das Meiste thut jedoch der in der Nationselbst allgemein rege Gemeingeist. Dieser hat 1825 zu Bergen ein Nationalmu-seum für Alterthum, Kunst und Naturerzeugnisse errichtet.

Die auswärtigen Angelegenheiten des vereinigten Doppelstaats bezogensich nicht allein auf Handel und ähnliche Gegenstände, sondern auch auf die allge-meinen Zwecke der höher» Eontinentalpolitik. Mit Rußland kam der schwedischeGrenzberichtigungstractat zu Torneä d. 17. Jan. 1821 zu Stande; die norwe-gisch-russische Grenzbestimmung aber ward erst 1825 von russischen und norwegi-schen Eommissarien in Finnmarken begonnen. Mit Marokko wurde der alte Han-delsvertrag 1821 erneuert und die gewöhnliche jährliche Fricdensabgabe (20,000Piaster) fortwährend an diesen Staat entrichtet; so auch an Algier 36,000, anTunis 8000 und an Tripolis 8000 Piaster. Die Ladung des nach Algier jährlich

des norweg. Storthings im 1.1824. Mit Actenst." (Bert. 1825). Auch auf dem Stor-lhing 1827 fanden die Vorschläge des absoluten Veto u, a. m. einen allgemeinen Widerspruch.