5Ü0
Alerins sie sich, etwa Ende des Jahrs 1100, von Raimundvon Toulouse überliefern laßt. Raimund beginnt dann nachmanchen andern Kämpfen mit griechischer Hülfe die Bcrennnngvon Tripolis. Etwas später wendet sich Tancred (der nachFnlchcr im März 1101 ans Jerusalem nach Antiochien kamund nach Radnlf zunächst in Cilicicn Eroberungen machte) ge-gen Laodicca; Anna sagt unrichtig ans Bocmunds Befehl, undweiß überhaupt gar nichts, begreiflich genug nach der obigenBemerkung, von dessen Gefangenschaft bei Danischmcnd. Rai-mund bemüht sich nun umsonst, Tancred von Laodicca hinweg-znziehn (clopollitnr, «Ivlwllattm osl, sagt sogar Radnlf o. 145),und geht bald darauf nach Constantinvpel zurück; etwa im Mai1102, denn im Juni langen dort die Pilger an, die er durchKleinasicn begleiten muß. Tancred bleibt fest vor Laodicca underobert die Stadt, nachdem der griechische Entsatz ausgcbliebeuist, im Sommer 1102.
Raimunds fernere Schicksale. Krcuzzug von1101. Von p. 330 bis p. 332 : krr« ö aüroxo«'-
rmo. Anna, die sich hier zu Raimund zurückwcndct, bekundetzunächst über Herzog Gottfried eine gleiche Unwissenheit, wieso eben über Bocmunds Gefangenschaft. Sie rechnet seinenTod zu 1101 und verpflanzt ebendahin die vergebliche Erwäh-lung Raimunds znm König von Jerusalem. Dem unerachtettrage ich kein Bedenken, ihre Nachrichten von dem Krcnzzngdes Jahres 1101, die ohne Frage ans den Berichten des Tzi-tas beruhen und zn Ekkehard vollkommen stimmen, der Albert-schcn Darstellung in jeder Rücksicht vorzuzichn. Sie schließtdarauf mit einer kurzen Angabe, daß Maimnnd von NeuemTripolis bis an seinen Tod (28. Fcbr. 1105, Fnlchcr) bedrängtund Alerins mit seinem Nachfolger Wilhelm sogleich das besteVernehmen abgeschlossen habe. Die plötzliche Kürze erklärt sichleicht ans dem Umstand, daß Raimund seit 1102 gegen Tripo-lis wohl französische und genuesische y), nicht aber griechischeUnterstützung erhalten hatte.
!)) Laltaro 252 <1. >iisr cls dang. ji. 355, 360.