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führt er seine Fehden, gegen Lüttich, Namnr und Verdun, mitNachdruck nimmt er sich seiner Freunde an und halt eigensinniggenug an dem Widerwillen gegen bisherige Feinde fest. Sorgeum weitere Kreise, wenigstens des weltlichen Daseins, ist nichtfür ihn vorhanden: sein Leben und Denken geht in den localenAngelegenheiten völlig auf, und erst der Kreuzzug eröffnet ihmdie Aussicht in eine weiter begranzte, geistig erregte Welt.Von diesen Regungen vollständig ergriffen, schließt er sich derUnternehmung an, in deren einzelnen Stadien wir seine Thä-tigkeit bis hierhin sich haben entwickeln sehn.
Indem ich mir diese Stadien in das Gedächtnis; znrückrnfe,finde ich freilich nicht eines, in welchem die Aeußernngen einergroßartigen, ja nur einer bedeutenden Natur zur Erscheinungkämen. Wie bedrängt er vor Eonstantinopcl den Kaiser durchdie Zähigkeit, die auf keine Gründe sich einlaffen will, unddoch auch den Grund des eignen Benehmens anzugeben ver-schmäht. Wie tritt er dann bis zur Besiegung Kerbugas ge-gen den Fürsten von Tarent in den Hintergrund, dessen Plänefortdauernd die Bewegung des Krcuzheeres bestimmen, dessenThätigkeit die Fortschritte der Pilger unaufhörlich bedingt.Nun entzündet sich der Streit über Antiochien, und bringtMonate lang den heiligen Krieg in Stillstand; aber Gott-fried so wenig als irgend ein Andrer der Fürsten ist kräf-tig genug, in den Hader nach eigner Willcnsbcstimmung ein-zugreifen. Gleich nachher, vor Tripolis, vermag er bei al-ler Entschiedenheit der Ansicht immer nur als Werkzeug dernormannischen Politik zu handeln, und siegt zuletzt durch eineVolksbewegung, an deren Ursprung er nicht den geringstenAntheil gehabt hat. Dann als Regent des heiligen Landesstand er allerdings in schwieriger Lage, aber unter gleichenUmständen gewann doch das Reich ein anderes jLeben, alsBalduin von Edcfsa das Scepter ergriffen hatte. Endlich,wer möchte seine Tapferkeit und das Gewicht seines breitenlothringischen Schwertes bezweifeln? aber wie wäre hiedurchallein neben solchen Genossen ein besonderer Ruhm zu begrün-den gewesen?