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angeführten Daten wird man seinen frühen Ted eine günstigeSchickung für das Fortbestehen seines Nachruhms nennen müs-se». Denn bei längerer Herrschaft wäre der unbestimmte Glanz,den wir wahrnahmcn, doch endlich geschichtlicher Helle gewi-chen ; der Herzog hätte sich im günstigsten Falle mit einerStellung nicht über, sondern neben den Balduinen begnügt.Eine urkundliche Nachricht über den nähern Hergang seinesTodes weiß ich nicht beiznbringcn; dafür verknüpft die Sagein sinnlichem Bilde Anfang und Ende seiner Laufbahn und setztüberhaupt zum Schluffe hier noch einmal mit vollen Tönen ein.Das Grab des Heilandes zu befreien, und nicht eine irdischeHerrschaft war ihm bestimmt: so ergreift ihn das Quartanfie-ber, von dem ihn die Uebernahme des Kreuzes geheilt hat, vonNeuem, und führt ihn, wie damals zum irdischen, so jetzt zumhimmlischen Jerusalem?y). Daneben hatte man freilich auchKunde profanerer Art, und behauptete, die Heiden, deren Waf-fen gegen ihn ohnmächtig gewesen, hätten ihn mit feigem Ver-brechen aus dem Wege geräumt. Albert erzählt von einemGranatapfel, nach dessen Genuß er tödtlich erkrankt sei so);in Frankreich 'wie in Armenien wollte man wissen, türkischeEmire hatten ihn auf vergifteten Schüsseln bcwirthet s.i). Destoentschiedener setzt der englische Autor, der uns die Nachrichtvon jenem Fieber aufbcwahrt hat, hinzu: ich glaube an dieseKrankheit wenig, den Herzog hat Gott selbst zu sich gerufen.Freilich ist es im Wesentlichen dasselbe, und Albert kann ingleichem Sinne aussprcchen, nach Jesus Christus sei Gottfriedder größte unter den Herrschern Jerusalems gewesen.
Versuchen wir nun auch unsrerseits die Summe zu ziehn,und unsre Beobachtungen über den Herzog zusammen zu fassen.Wir lernten ihn kennen als Burgherrn und Dynasten, der mitEifer und Hartnäckigkeit die Interessen solch einer Stellung zubehaupten und durchzusetzen verstand. Nach allen Seiten hin
79) Will- Nulm. p. 144.
80) äld. 4>j. VII. 18.
81) Usitli. Lretr p. 213. 6uib. p 248.