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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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534
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57.4

der Herzog den Nießbrauch der Stadt behalten: falls er nn-terdeß ohne männliche Erben mit Tode abginge, würde dieStadt ohne Widerspruch dem Patriarchen zu überantwortensein. Für das Ganze gelobte sich Gottfried als den Lehnstra-ger des heiligen Grabes und des Patriarchen, und versprachdie Sache Gottes und des Patriarchen nach Kräften zu Ver-th erdigen.

Erinnern wir uns hier einer früher erwähnten Stelle Al-bcrts: nach der Eroberung Antiochiens, sagt er, inftallirtendie Fürsten vor allen Dingen den so lang unterdrückten Patri-archen, dann übertrugen sie Boemund die Leitung des Weltli-chen, als dem Vogte des kirchlichen Fürsten. Im Wesentlichenhatte sich nun das Verhältniß in Jerusalem dahin festgestellt:Alberts Nachricht zeigt, wie sehr diese Wendung der Dingemit dem Geiste der Nationen übereinstimmte, da sie, wennnicht in der Wirklichkeit, doch in der Gestalt der Ueberlicferungans der Stelle ihr Gegcnbild in Antiochien erzeugte. Dergeistliche Charakter dieses Staates war damit auf das Be-stimmteste ausgesprochen; zum ersten Male, seit dem TodeAdhemars von Puy, sah sich die kirchliche Gewalt wieder inder Stellung, die sie ursprünglich bei dem Kreuzzuge eingcnonr-men hatte. Der weltliche Fürst war nur noch der zweiteMann des Reiches, und die Leichtigkeit, mit welcher Dagobertzu seinem Ziele gelangte- ist ein neuer Beweis für die Schwächedieser Regierung. Auch hier war es Balduin I. aufbehalten,die Kraft seiner Herrschaft von Neuem zu constitnircn; dennGottfried hatte noch durch Testament unmittelbar vor sei-nem Tode die Auslieferung der Städte an den Patriarchenanbefohlen.

Gottfrieds Tod. Schluß.

Von solchen Schwierigkeiten umringt, führte Gottfriedseine Regierung bis zum 18. Juli 1100 fort?s), und nach den

78) Das Datum bei 4X,IeI>e>' 402 u. 4VIII. IX. exte.