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Balduin die Blume der Könige, aber einen blühenden Zustanddes Landes läßt seine Erzählung nicht erkennen.
Zn diesen einzelnen Angaben stimmt endlich vollkommendas allgemeine Bild, welches Wilhelm von Tprus von demdamaligen Zustande entwirft. Wilhelm, der sich von hier anerst ans seinem Boden fühlt und mit sichern Zügen die Geschichtedes Reiches entwickelt, erwähnt aus Gottfrieds Zeit 68), wiedie Verbindung unter den wenigen christlichen Städten durchdazwischen liegende saracenischc stets unterbrochen, dann, waswichtiger erscheint, wie ungünstig die Verhältnisse des plattenLandes gewesen seien. Hier war nämlich, wie schon ans demVorigen erhellt, an eine fränkische Bevölkerung nicht zu denken,die Dörfer und ländlichen Distrikte waren fast ausschließlichmit Saraccncn besetzt. Die christliche Herrschaft beschränktesich auf die nächste Umgebung der einzelnen von ihnen erobertenStädte ; die dort ansässigen Saraccnen waren hörig w) undnach Gemarkungen oder Höfen den fränkischen Rittern überwie-sen. Die Verhältnisse der Snrianen lassen sich nicht erkennen,so wenig wie ihre damalige Gesinnung gegen die fränkischeHerrschaft, desto stärker hebt Wilhelm den Haß der unterwor-fenen Muselmänner hervor. Sic entfernen sich von den Höfenso oft sie es vermögen, Diebstahl, Raub und Mord, von ihnenan Christen begangen, sind alltägliche Ereignisse, den Ackerbauvernachlässigen sie, um so ihre Unterdrücker, wenn auch unter eig-nem Elende, auszuhungcrn. Natürlich will niemand in einem sol-
68) I.. IX. 19.
69) Das zeigt schon der bei Wilhelm unendlich oft vorkommcnde Ausdrucksnburbana für diese Dörfer, die er sonst auch casalia nennt. BeiFulcher ist der Sprachgebrauch noch nicht bestimmt, er sagt p. 413:8z'ri c^uiclai», ruricolae czoasi s»b Urban! versabantnr..
7V) 3VNI. 3xr. I. c. XI. 19. Nach der letzte» Stelle scheinen die Höfeoft befestigt gewesen zu sein; die Saracencn streifen durchs Land,essrinjzere snburbaua, cajitivare coloaos (hier offenbar Suria-uen). kecesseraut a irobis ^er illos dies nostri domestici eisciburbanorum »ostroruiu czuae casalia dieniitur Iiabitatores,8araceo>. Ls. Oucanße s, v. casale.
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