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chcn Lande bleiben, lieber in Europa darben, als hier unterNeichthümcrn nmkommcn, war die allgemeine Gesinnung. Tenschlagendsten Beweis für die Richtigkeit dieser Angabe lieferteine außerordentliche Maaßregcl, zn der man sich damals ent-schließen mußte, um die fränkischen Bewohner im Lande znrück-znhalten: es erschien ein Gesetz, die Ersitzung unbeweglicherGüter solle durch den Ablauf eines Jahres ohne weitere Be-dingung vollendet sein. Welch ein Zustand der Unsicherheit,der Gefahr, des Weitercristirens von Moment zu Moment.
So kann man den Worten Fnlchers nur bcjstimme»: wirwaren verloren gewesen, wenn damals die von Aegypten, Per-sien oder Mesopotamien einen Angriff gemacht hatten. Erfragt, wie kam cs, daß so viel Hnndcrttausendc uns nicht er-drückten? und seine Antwort ist: weil die Furcht Gottes desHerrn über ihnen lag. Er hat nicht Unrecht, was den StaatGottfrieds errettete, war zum größten Theile der Schrecken,welchen das große Krenzhecr um sich her verbreitet und nochauf die wenigen Znrückbleibcnden vererbt hatte. In Aleppoverwüstete Ridwan selbst das Land, um bei einem etwaigenAngriff der Franken ihr Verrücken zn erschweren 71). Einefurchtbare Epidemie kam dazu, von allen Seiten her langtenFlüchtlinge in Bagdad an, um den Sultan und den Khalifenzur Hülfe aufzurnfcn. Diese hatten indeß hinreichende Grün-de, die Franken simangegriffen zu lassen', da gerade damalsBerkjarok in hartnäckigem Kriege gegen seine Brüder Mah-mud und Sindschar stand 72). So kamen die Christen ungestörtüber diesen gefährlichsten Zeitpunkt hinweg, und später, unterBalduin I., hob sich die Macht des Reiches von Jahr zu Jahr.Außer seiner persönlichen Thätigkeit kann man als allgemeineUrsachen davon den steten Zufluß abendländischer Pilger, denBeistand der italienischen Flotten und die engere Verbindungmit Antiochien, Edessa und Tripolis bezeichnen, so wie andrer-seits die Spaltungen unter den seldschukischcn Fürstcnthümern
71) Kemalcddin bei Michaud x>. 15.
72) Ilm Giuzi ii,iN. zx 1,t.