ken vor Antiochien. AlAfdal war mit WüttO Mann ?o), wahr-scheinlich sckvverbewaffneten Aethiopen «P, aus Aegypten insFeld geruckt; in Askalon hatte er zahlreiche arabische Hordenan sich gezogen und sogar seldschukische Schaaren mit seinemHeere vereinigt 8>). Die Folge war bei allem Glanze desäußeren Apparates der Mangel an allem Gemeingefühl, anjeglichem Enthusiasmus für den Heerführer und seine Sache,wobei der Uebermnth der Einzelnen allerdings nicht gering war,und Manche, wie die Türken vor Nieäa, die Ketten und Strickefür die Gefangenen bereits mit sich führten. Iudeß fehlte viel,daß das fatimidische Reich damals noch an innerer Kraft denSeldschnken beigekommen wäre, und die Besieger Kerbngas hat-ten wahrlich wenig Grund, hier für den Ruin ihrer Sache ernst-lich besorgt zu sein.
Auch war in dem Heere der Kreuzfahrer zum wenigstenkeine geringere Energie, als in dem Sommer des vorigen Jah-res. Wie sie damals von schrankenloser Verzweiflung vorwärtsgetrieben wurden, so drängte sie jetzt eine jubelnde Begeisterung,die kein Hinderniß und keine Unmöglichkeit mehr anerkannte.Sie eilten in die Schlacht, heißt es, wie znm Schmaus nndzum Feste; wir dachten, sagt Raimund, die Feinde seien furcht-sam wie die Hirsche und unschuldig wie die Lämmer, denn wirwußten, daß der Herr für uns stritt. Freilich waren ihre Pferdehinfällig und die Rüstungen ohne Glanz, die Mehrzahl derStreiter selbst kam arm nnd abgerissen wie vor Antiochien indas Feld, zum Theil ermüdet von Strapazen und Mangel odererschöpft durch den wilden Genuß der letzten Wochen sch, aberin der Schlacht trieb es sie um so eifriger, denn dort, unddort allein, wußten sie Beute, Genuß nnd Erholung zu finden.
79) INu Oiuri bei Nozmaucl p. 12.
80) Denn deren Furchtbarkeit preisen alle christlichen Berichte.
81) Sine soviel ich weiß übersehene Notiz des ^Vi». N 71 -. I. c., die aberallen Glauben verdient.
82) Naim p. 180.