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Stellung erblickte, damals in seiner wirklichen Nähe sollte so-gleich sich zeigen, wie wenig Eindruck seine Ernenmmg ans diebisherigen Pairs gemacht hatte. Wir erwähnten, wie GrafRaimund in den Besitz des Davidthurmcs gekommen war: dieersten Schritte des neuen Regenten bezweckten nun, den Gra-fen zu der Auslieferung dieses festesten Punktes der Hauptstadtzu bewegen. Raimund schlug es ab: er gedenke bis Osternnoch in Jerusalem zu bleiben und wolle bis dahin die seinerWürde angemessene Stellung behaupten. Die heftigsten Dro-hungen Gottfrieds vermochten ihn nicht zu beugen; die übrigenFürsten, der bisherigen Lage der Parteien gemäß, begünstigtenseine Forderung, wagten aber nicht, sich offen ausznsprechen. Manssam überein, das Castell bis zum Anstrag der Sache dem Bi-schof von Martarone, als nnbcthciligtcm Vermittler, zu über-antworten; dieser darauf, irgendwie bewogen, lieferte cs aufder Stelle in die Hände des Herzogs. Der Graf, höchlich er-zürnt, verließ sogleich Jerusalem, um der Sitte gemäß, den Jor-dan zu sehen und "dort Palmzwcige zu brechen si). Es ist deut-lich, wie wenig auch jetzt noch an eine feste Gestaltung derDinge zu denken war.
Jndeß wurde Raimunds Entfernung sogleich zu weiternEinrichtungen benutzt. Hatte man der Geistlichkeit in jenenersten Ansprüchen nicht gewillfahrt, so war doch kein Zweifel,daß hier in der Stadt des Herrn ein Patriarch der wahrenKirche seine Stelle finden müsse. Arnulf, ein Caplan aus derNormandie, von niedriger, sogar sehr zweifelhafter Herkunft,hatte während des Zuges den Herzog Robert begleitet und vondiesem das Versprechen erhalten, bei Gelegenheit zu einemBisthnm befördert zu werden. Bischof Odo von Bayenr be-günstigte ihn, den er sich in mancher Beziehung geistesverwandtsah 65), und empfahl ihn noch unmittelbar vor seinem Tode
64) Alles nach Naim. p. 179. 180. Albert hat eine kurze, aber ziemlichrichtige Nachricht darüber.
65) Ich- beziehe mich hier auf die Charakteristik Odos, bei Order. 664.