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in das Auge fällt. Wie dem auch sei, dem Herzog Robertwar die Krone des heiligen Grabes nicht bestimmt. Der Her-zog von Lothringen, den man nach Raimunds Znrücktreten an-gegangen hatte, erklärte seine Bereitwilligkeit, nnd wurde ohneirgend einen Widerstand zum Beschützer des heiligen Grabeserwählt. Man vermied den Königstitel und eine feierlicheKrönung, nach einer Nachricht ans den frommen Wunsch derBarone oH, nach der gewöhnlichen Annahme auf das demüthigeGefühl des Fürsten selbst oa). Die Gründung des christlichenReiches an heiliger Stätte mitten im heidnischen Lande wardamit feierlich proclamirt.
An dieser Stelle angclangt, werfen wir billig einen Blickans die abendländische Uebcrlieferung, die von hier ans nichtanders als das Dasein des Reiches selbst, zn ihrer ganzenweiten Entwicklung cmporgcwachsen ist. Ich will dabei absehnvon anderweitigen vereinzelten Angaben, wie die Barone, umdie Wahl befragt, alle mit einem Ruse Gottfried bezeichnet,wie sich damit die Wunder seiner Jugend glänzend erfüllt, seineVorzüge und Thatcn herrlich belohnt hätten. Aber denHanpt-schriftsteller dieser Ansicht, Albert von Aachen, anzuführen,kann ich auch hier nicht unterlassen: er redet so unumwunden,so klar nnd umfassend, daß seine Worte fast ohne Zusatz un-fern bisherigen Wahrnehmungen den Abschluß zu geben imStande sind.
An eine kurze Erzählung der Wahl knüpft er nämlichfolgende Rcflcrioncn. Man muß aber glauben, sagt er, daßdieses Herzogs Wahl nnd Beförderung in keiner Weise durchMenschenwille, sondern ganz allein durch die Fügung und GnadeGottes gcschehn ist, da wir ohne Zweifel aus der Vision einesguten und wahrhaften Ritters ersehn haben, daß er bereitsvor zehn Jahren znm Führer des Zuges, zum Fürsten und Lei-ter des christlichen Heeres von Gott eingesetzt und geordnet
62) I'VuZm. Iiisli. snanc. 92.
63) Die älteste Erwähnung davon thut die I>ist d. 8., später ist es all-gemein bekannt