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Wahl eines weltlichen Fürsten nnd Führers wandte, war csnatürlich, daß man vor Men auf den Grafen von ToulouseRücksicht nahm. Seit Boemnnds Entfernung hatte er ohneFrage die bedeutendste Stellung im Heere behauptet, durchdie Zahl seiner Anhänger nnd die Größe seines Reichthums,durch die Unruhe, womit er Ansprüche erhob, und die Festig-keit, womit er sie dnrchznsetzen suchte. Freilich hatte er mehrGegner als Erfolge gefunden, seinen Ruf jedoch weit über denaller Andern erhoben. Zengniß genug dafür wäre das blei-bende Andenken, welches er sich im Oriente gestiftet hat, wiedenn die so viel später» arabischen Historien fast nur von ihmzu erzählen wissen. Man trug ihm die Krone an, er aber,sagt sein Geschichtschreiber, wandte sich ab: niemals werde eran dieser Stätte eine irdische Krone tragen, einem Andern, dersie ans sich nehmen wolle, werde er jedoch nicht entgegen sein.Ich sehe nichts Unwahrscheinliches in diesem Motiv; seineFrömmigkeit, wie wir häufig sahen, war von dieser äußerlichenNatur. Freilich ist cs nicht schwer, auch sonstige Gründe fürseine Weigerung anfznfinden ; er war seiner zahlreichen und star-" ken Widersacher vollkommen bewußt, nnd vor Allem, er hatte anseinen Provenzalen keinen Halt mehr, die, wie ausdrücklich be-zeugt wird, durch alle erdenkbaren Nachreden seine Wahl zuvereiteln suchten 5y).
Nach einer ziemlich nahestehenden Quelle hätten dieFürsten, ehe man zur Entscheidung kam, auch dem Herzog Ro-bert von der Normandie die Krone mit demselben Erfolge an-gcbvtcn ön). Die Notiz findet sich wieder bei einem englischenvon jener Schrift ganz unabhängigen Erzähler oi). Demungc-achtet scheint sie mir nicht hinlänglich begründet, um das tiefeStillschweigen der übrigen Schriftsteller aufzuwicgcn. Es isteine Angabe, bei der die Möglichkeit der Erfindung zu leicht
59) Itilim. wiO.
60) Hist. t>. 8. I. c.6t) Ileni'. Ilulltingllon.