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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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setzen, diesem müsse Jerusalem zu Eigen gehören und dessenLogt könne die weltlichen Interessen des Landes in Obhutnehmen 3s). Einstweilen ergriff man das ohne Frage vernünf-tigste Theil: man beschloß zuerst die Erwerbung zu machenund dann für ihre Benutzung Sorge zu tragen.

Den 6. oder 7. Juli hatte man endlich den Bau der Ma-schinen beendigt und schritt nun mit aller Kraft zum Angriff.Raimund hatte an seiner Stelle mit einigen Schwierigkeitendes Terrains zu kämpfen: am 10. als er eben seinen Thurm-ban beendigte, überzeugte er sich, daß ein tiefer Graben zwi-schen ihm und der Stadt jede wirksame Annäherung verhindernwürde. Das Mittel, welches er dagegen ergriff, zeigt wieder,wie schlecht man auf alle Wcchselfällc einer Belagerung vorbe-reitet war: er ließ bei Tag und bei Nacht seine SoldatenSteine hcranschlcppcn und damit in dreimal 24 Stunden denGraben ausfüllcn. Am 14. begann auch er den unmittelbarenAngriff 36). Die übrigen Fürsten hatten indeß ihren Thurmauf der Nordseite am 8. Juli aufgestellt und gleich seine Kräftein einem ersten Sturme versucht. Die Türken leisteten nach-drücklichen Widerstand, die Festungswerke waren gerade an die-ser Stelle in bestem Stande und die Kreuzfahrer kamen keinenSchritt weiter 37). Man beschloß also am 9. Sonnabends denAngriffspunkt zu ändern; die Maschinen wurden auseinandcr-gcnommen, die Stücke während der Nacht auf die Ostseitc hin-übcrgetragen und noch vor Tagesanbruch wieder zusammenge-setzt. Seitdem dauerte der Kampf hier ohne Unterbrechung,mit der größten Anstrengung auf beiden Seiten 38).

Es ist zu bedauern, daß wir bei dem Mangel bestimmterAngaben über die Stärke der beiderseitigen Strcitkräftc nichtim Stande sind, den Werth dieser Waffcnthat vollständig zu

35) Naim. I. c.

36) Oestn n»d 'MxIiM. Die Zeitbestimmung folgt aus der Angabe Naim,p. 177, daß der Sturm zwei Tage gedauert.

37) Itniin. I. c.

38) Alle Quellen einstimmig.