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würdigen. Raimund gibt a», das christliche Heer habe 12000,die Besatzung 60000 Streiter gezählt; Wilhelm von Tyrnsändert die erste Zahl in 21 , die zweite in 40000 39). Wil-helms Angabe wird unterstützt durch die amtlichen Nachrichtenüber die Starke des Heers bei Askalon, Raimund hat, alsgründlicher Enthusiast für die Erfolge der Pilger, die Gering-fügigkeit ihrer Streitkräftc übertrieben. Die enorme Abnahmeder Truppcnzahl seit dem Siege gegen Kcrbuga beweist übri-gens nicht für entscheidende Verluste durch Kampf oder Stra-pazen ; wohl aber zeigt sie, welch eine Menge von Pilgern inAntiochien oder Edcssa, ihres Gelübdes wenig mehr eingedenk,znrückblicb. Man begreift hicnach die spatem Erfolge Vor-munds und Tancrcds in Antiochien, gleichzeitig mit der großenSchwache des Hanptrciches ,in Jerusalem. Uebrigens redendie arabischen Berichten) und Matthias Erctz immer noch vonHnnderttansendcn, die ans Antiochien hinweggczogen seien; mansicht, wie groß der Schrecken der . lateinischen Waffen war,welcher damals und für lange Zeit noch den Orient erfüllte.
Am 14. Juli wurden die Befehle zum eifrigsten Kampfeerneuert und vervollständigt: je -zwei Soldaten sollten eine Lei-ter unfertigen, Gebete und Heiligungen fortdaucrn und wasdem mehr war 41). Jndcß verging der Tag noch immer ohneErfolg; die Gegenwehr der Türken war eben so verzweifelt,wie der Angriff; man kämpfte mit allen Waffen und auf allenPunkten bis spät zum Abend. Die Nacht wurde beiderseitsin Spannung und Angst durchwacht, die Türken fürchteten nn-vermnthctc Uebcrrumpelung, die Christen einen Ausfall undBrand der Maschinen. Auf beiden Seiten fühlte man sich er-mattet; doch hofften die Christen eine Entscheidung am folgen-den Tage, der durch jene Erscheinung Adhcmars als der letzteder Belagerung bezeichnet war 42). Mit dem frühen Mor-
sch kaiin. p. 177. dl. Ixr, VIII. 5.
40) Be, klicli-ruO IV. 11.
41) Oesl» s,. 27.
42) I. e>