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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Feindseligkeiten von Arkaö vcrzichn 32). Diese letzte Nachrichtläßt immerhin, wie mir scheint, auf einen Streit der beidenFürsten auch vor Jerusalem schließen, obschon ihre besonder»Angaben und gerade diese feierliche Versöhnung nicht im Min-desten zu beglaubigen find. Die Processton fand nämlich Stattauf Veranlassung eines Provcnzalcn, welchem Bischof Adhemarim Traume den Befehl gegeben hatte, das Heer solle sich vonseinen Sünden reinigen und einen Umzug um die Stadt inGebet und Andacht vornehmen, ohne dies werde Jerusalem niein ihre Hände fallen 33). Dieser Befehl wurde in den erstenTagen des Juli pünktlich befolgt, und der Umzug ins Werkgesetzt: uns geben zwei Augenzeugen weitläufige Nachricht überden Verlauf der Processton, aber von jener Predigt Peters,von den Ermahnungen zur Eintracht ist nirgendwo die Rede.Mit bloßen Füßen und heißer Andacht zog man längs derMauern dahin, die Saracenen folgten oben unter Verhöhnun-gen und Neckereien, auch wohl mit einzelnen Pfeilschüssen; aufdem Oelberg angclangt, pries Arnulf in feierlicher Predigt dieBarmherzigkeit des Herrn 31), und zum Schluß ermahnte dieGeistlichkeit das Volk und die Edcln zu Almosen und gutenWerken.

Welches Ende übrigens jener Hader mit Tancrcd genom-men , wird uns nicht gesagt; der Caplan Raimund geht so-gleich zu der Erzählung einer umfassenderen Zwistigkeit über.Nämlich das Vertrauen der Fürsten in den Erfolg ihrer Waf-fen war so groß, daß sie schon damals eine Bcrathnng began-nen, wem unter ihnen die Krone des heiligen Grabes zn Theilwerden sollte. Man zog den Elerns hinzu, und dieser erhobauf der Stelle Protest gegen eine jede Wahl. Man müsse vorallen Dingen ein geistliches Oberhaupt, einen Patriarchen cin-

32) .älb. p. 277. Er läßt die Procession durch den Einsiedler auf demOelberg anratheu.

33) Naim. I. c.

34) 'l'uNeb. 81t.