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aller Macht zu Hülfe zu kommen. Gottfried und Robert fol-gen dieser Mahnung auf der Stelle; sie verlassen Gibcllnmund ziehn gen Arkas, wo sic von Tancrcd den Betrug des Gra-fen erfahren, und höchst empört über diese Habsucht, zweiMillien von ihm entfernt, mit Unterbrechung allen Verkehrs,ihr Lager gesondert aufschlagcn. Tancrcd aber, setzt Alberthinzu, verriet!) das Spiel des Grafen, weil er mit ihm übereinen Geldvcrtrag uneins geworden war: denn keine Mah-nung konnte diesen bewegen, dem Normannen die Summenansznzahlcn, die er ihm als Sold für seine Hceresfolge ver-sprochen hatte. Deshalb schloß sich jetzt Tancrcd an Gottfriedan; Raimund dagegen, von Geiz erfüllt, that Alles, um denZorn des Herzogs zu besänftigen, und brachte ihn durch Schmei-chelei und List, worin er von Jugend auf geübt war, wirklichso weit, daß er vier Wochen lang die Burg mit bedrängenhalf. Untcrdeß wurde das Volk von Tag zu Tag schwieriger,sic hatten den lebhaftesten Wunsch, nach Jerusalem zu kommen,Vornehme und Geringe drangen in den Herzog, sie endlich hin-wcgzuführen. Trotz der Gegenvorstellungen Raimunds zündetendie Fürsten auch eines Tags ihre Zelte an und zogen von hin-nen; Raimund wollte noch anshalten, als er aber sah, daßihn seine Leute verließen, und dem Herzoge folgten, mußte aucher sich znm Aufbruch bequemen 32).
Bemerken wir zunächst, daß Albert, nachdem er in allenfrüheren Theilcn seines Buches sich indifferent gegen Raimundgehalten hat — er lobt seine Tapferkeit und Frömmigkeit, wiedie von hundert Andern — mit einem Male bei den antiochi-schen Händeln das Bild ändert, und die habsüchtige, gemeineNatur des Grafen so stark wie möglich hcrvorhebt. Schon da-mals nennt er ihn fast wörtlich wie hier, „stets unersättlich inder Begier des Erwerbs." Er geht dann weiter, indem er indiesem Sinn die Thatsachen umgestaltet, er schmälert seinenRuhm bei der Eroberung von Albara, indem er diese nicht ihm
22) Beiläufig: auch die Dauer der Belagerung gibt Albert hier unrichtigauf 2'/? Mrnat an. Sie «ährte vom 14. Febr bis zum 13. Mai.