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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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erklärten dem Bischof, er solle mit der heiligen Lanze voraus-zichn, wo nicht, so sei anch er überflüssig, er möge ihnen dieReliquie überantworten, dann werde Gott der Herr sein Volkbeschützen. Naimnnd war in der größten Verlegenheit; er-gab nach und bestimmte den 15. Tag zum Ausmarsch, der Fürstvon Tarent machte darauf, wie zum Spotte bekannt, nicht amfünfzehnten, sondern am fünften Tage solle man den Zug an-trcten; dann kehrte er, ohne sich auf Erläuterungen cinzulasscn,nach Antiochien zurück.

Der Graf von Toulouse sah wohl, daß er mit eignerKraft, so durch Bocmnnd gedrängt und von feinen Truppen imStich gelassen, weder Antiochien noch Maara behaupten würde.Er bericth also mit seinem Bischof Peter, welche Besatzung inMaara znrückzulasscn sei, und lud dann die übrigen Fürstenzu einem neuen Gespräche nach Rugia ein, in der Mitte zwi-schen den beiden streitigen Städten gelegen. Allein auch hierkam man zu keinem Ergebnis': die Fürsten erklärten, kein Ur-thcil sprechen zu können, aber vor Beendigung der Sache nichtweiter zichn zu wollen. Raimund bot ihnen sämmtlich beträcht-liche Summen, aber auch dies Mittel, wenig ehrenhaft füralle Thcile, scheiterte. Das Gerücht dieser Vorgänge drangbald nach Maara, wo die Prdvcnzalcn schon höchlich unzufrie-den waren, daß wieder eine Abtheilung zur Besatzung znrück-blcibcn sollte: hier kam dann auf diese Nachricht fernerer Un-gewißheit rasch und gewaltsam die Sache zur Entscheidung, anderen Ausgang alle Klugheit, Hartnäckigkeit und Anstrengungso lange und fruchtlos gearbeitet hatten. Die Provenzalcn rie-fen: Streit um Antiochien, und Streit um Maara, und überalle Städte, die der Herr in unsre Hand gibt, Hader der Für-sten: wahrhaftig, dieser Ort soll uns nicht länger betrüben.Gesunde und Kranke, Junge und Alte, Menschen von jeglicherHerkunft rotteten sich zusammen, auf Stöcke gestützt sah manSchwache und Lahme hcrancilcn, so begierig waren sic Alle,den Gegenstand ihres Zornes aus dem Wege zu räumen. AlleMauern, Thürme und Festungswerke jeglicher Art wurden ohneHalten zertrümmert, obgleich der Bischof von Albara und die