ließ den Befehlshaber nach kurzer Schonung in Aleppo hiu-richteu.
Untcrdcß war der Sommer vergangen; im Octobcr riefNaimnnd noch einmal eine freiwillige Schaar unter die Waf-fen, und zog mit ihr auf Albara, einen Ort, östlich von An-tiochien , nördlich von Maara gelegen. Nach kurzer Belage-rung begannen die Einwohner, durch Wassermangel gedrängt,zu unterhandeln, und übergaben sich auf Bedingungen. Kaumaber Herr des Ortes, brach Raimund den Vertrag, nahm dasBcsitzthum der Bewohner für sich, und tödtcte darauf Alle ohneUnterschied. Er war eine Natur, fähig, nach dieser Grausam-keit und aus denselben Motiven, hier mit großer Freigebigkeitund inbrünstiger Andacht ein Bisthnm zu gründen, wo einGeistlicher Peter von Narbonne als Bischof, von dem Patriar-chate Antiochien abhängig, eingesetzt wurde s). Es war dieletzte dieser vereinzelten Unternehmungen; der erste November,der Tag der Vereinigung und des Aufbruches nahte heran.Die Fürsten trafen wieder in Antiochien ein, und nach langemAufschub mußte man auf endliche Losung der wichtigsten Streit-frage bedacht sein.
Händel über Antiochien.
Naimnnd hatte, wie wir oben sahen, so gut wie die übri-gen Fürsten Boemund den ausschließlichen Besitz Antiochiensbewilligt. Darüber war Kcrbugas Angriff erfolgt; damalshatten die Provenzalen den Pallast des Bagi Sijan, späterauch das Brückthor besetzt; nach dem Siege versuchte er dannin die (Zitadelle einzndringcn. Als ihm das fehlschlug, hielter um so fester an jenen beiden Punkten; er erklärte, er werde
8) Ulbert p. 266 schreibt die Nukernehmung falsch den sämmtlichen Für-sten zn; wie überhaupt in diesem Theile seines Buches Raimund mög-lichst schlecht bedacht wird. 2ch werde später im Zusammenhang dar-«mf znrüchkommeu.