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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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ihrer guten Aufnahme gelockt; sic fanden Balduin im vollenBesitze einer reichen, aber keineswegs mühelosen Herrschaft.Zwischen Antiochien und Edcffa gab es keine Feinde mehr, sonstwar noch Kampf an allen Grenzen, und zuweilen regte sichunter den Armeniern Unzufriedenheit mit dem fremden Beherr-scher. Ein Näheres darüber liegt außerhalb des Planes die-ses Buches; es ist hinreichend an die früher gemachte Bemer-kung zu erinnern, daß Albcrts Angaben über Edcffa, wenn auchnicht authentisch im Einzelnen, doch im Ganzen unterrichtenderscheinen. Zn erwähnen ist noch die Unternehmung Gottfriedsgegen die Burg Ezaz ans dem Gebiet von Aleppo, deren Be-fehlshaber Omar ihn gegen einen Angriff Ridwans zu Hülfegerufen hatte- Wir sind darüber von drei Seiten her unter-richtet, durch Raimund, Albert und Kcmaleddin o), abweichendzwar "im Einzelnen, aber jeder nach seiner Weise zu erklären.Kemalcddin läßt die Botschaft an Raimund von Toulouse ab-gchn, der sogleich anfbricht und den Emir von Aleppo zumRückzug nvthigt. Ihm ist, wie den spätem Arabern überhaupt,der Graf von St. Gilles die Hauptperson im Heere?); daßer diesmal im Jrrthum war, sehn wir aber mit Sicherheit ausRaimunds Erzählung. Gottfried erhält Omars Botschaft inEdcffa und geht dann nach Antiochien, um hier Hülfe nachzu-fuchcn; Boemund und St. Gilles brechen sogleich auf und inbestem Einverständniß entsetzen sie die Burg. Den letzten Um-stand modificirt Albert: Raimund, verdrießlich, daß Omar denHerzog und nicht ihn vor Allen angegangen, habe seinen Beistandverweigert, und sich erst auf die heftigsten Drohungen Gott-frieds zu dein Zuge entschlossen. Die Nichtigkeit dieser Anga-ben lasse ich um so eher dahingestellt, als der Vorfall selbstohne alle dauernde Folge blieb: Ridwan belagerte bald dar-auf die Burg zum zwcitcinnale, nöthigte sic zur Ergebung und

6) Naim. p. 157, Kcmaleddin bei Willen und Rcynaud. LI5. Lg. IV. 5.

7) Meynand stellt darüber Mchrcrcs bei Gelegenheit der Schlacht vonAökalon zusammen.

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