sie nie räumen, bis auch Boemnnd seines Orts das Gleichegcthan; es sei der Eid, den inan dem Kaiser geleistet, welcherden Kreuzfahrern überhaupt, geschweige einem Einzelnen unterihnen den Besitz der Stadt verbiete. Es wird hier nöthigsein, ehe wir weiter.gehn, die Verhältnisse zum griechischenReiche darznstcllen, und danach die Begründung jenes Vor-mundes zu prüfen.
Alexius war mit den Pilgern übereingekommcn, gegen die Her-ausgabe aller ehemals römischen Besitzungen ihnen mit Hccres-macht gegen die Türke» zn Hülfe zu kommen. Er Hattein derThatgleich nach ihrem Abzüge umfassende Rüstungen anbefohlen, undwährend des Winters 1097—98 zwei Heere zusammcngcbracht,wovon er eines persönlich anzuführcn gedachte, das andere un-ter den Befehl des Johannes Dncas stellte. Wir erinnern uns,daß nach dem Tode Suleimans von Nicäa zahlreiche Emiresich selbstständig gemacht hatten, thcils von den KüsienstädtcnLydiens und Cariens aus den Archipclagus beunruhigten, thcilsin Lydien, Phrygicn und Jsauricn unabhängige Herrschaftenaufrecht hielten. Es wäre doppelt unklug gewesen, diese un-versehrt im Rückeil zu lassen; niemals bot sich zn ihrer Unter-werfung ein so günstiger Moment, und sie selbst hätten einemHeere, welches durch Bithynicn, Phrygicn und Pisidien vor-rückte, vor Allem bei einer Niederlage in Syrien oder Cilicien,den größten Abbruch thnn können. Gegen sic wurde also Du-cas ansgesandt; er nahm zuerst Smyrna, dann Sardiö, Phi-ladelphia, Laodicea Kekanmcnc; er zeigte sich tapfer und ge-wandt , und seine Waffen hatten den besten Fortgang. Nurerfolgte das Alles nicht so schnell, als-man vorausgesetzt hatte;cs war Juni geworden, und noch stand er mitten in Lydien,weit von Philomclinm, dem Vcreinignngspunktc mit Alcriusentfernt y). Dieser war indeß aufgebrochen, von Nicäa ansauf der großen Straße wcitcrziehend, und besetzte rechts und links
9) Daß er mit gegen Syrien yornttken sollte, zeigt ,4nn-l s>. 324, e<1,psris, 7o0ror> , »rr'