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ein jeder sich nach Kräften verpflegen und rüsten; erst am Al-lerhciligcntage werde man sich wieder in Bewegung setzen.Gleichzeitig meldeten sie in einem Schreiben an alle Gläubigendes Abendlandes, auf den genannten Tag habe der Khalif, derKönig der Perser wie sie sagen, ihnen neuen Krieg verkündigt.Die Verzögerung wird hiedurch doppelt begreiflich, da bei einemsolchen Kampfe die möglichst beste Verpflegung des Heeres undein fester Anhaltspunkt, wie man in Antiochien ihn fand, injeder Beziehung wünschenswert!) erschien. Nicht weniger hattendie eben erlebten Ereignisse gezeigt, wie sehr gerade diese Stadtdurch jeden Angriff von Osten her in Gefahr kommen mußte,während der Marsch ans Jerusalem bei den früher erwähntenVerhältnissen zu Aegypten eben nicht dringende Eile nbthigmachte. Trotz dem war die Wirkung der Maaßrcgel auf dasHeer eher nicdcrschlagcnd als freudig; die Meisten hatten dievergangenen Strapazen vergessen, sie hofften bei baldigem Auf-bruch auf leichten Sieg über den höchlich erschreckten Feind,und hatten den lebhaften Wunsch, nach so viel Hindernissendas Ziel ihrer Wallfahrt endlich zu erreichen. Dazu kam, daßdie Mehrzahl nur vom Kriege lebte und sich durch solchenStillstand mit drückendem Mangel bedroht sehn mußte. DieFürsten, diese Stimmung erkennend, machten bekannt, wer nachKampf und Beute Verlangen trage, möge sich bei ihnen mel-den; sie seien erbötig, Ritter und Fußvolk in Sold zu nebmcnund zu einzelnen Unternehmungen hinauszuführeu. Für dieZusammensetzung des Heeres ist dieses Erbieten bezeichnend;wir sehen, wie sehr das Ganze ans freiwilliger Einigung undnicht im Mindesten auf einer Oberleitung, etwa der siebenoder acht bekannten Fürsten, beruhte. In dieser Weise vergingmm der Sommer; die einzelnen Führer lebten auf den Besitzun-gen um Antiochien, die sic sich seit dem Beginn der Belagerungzugecignct hatten a); Bocmnnd, heißt cS, ging nach Romainen s),
Raimund halte. Sonstige Notizen werde ich gehörigen Orts anf!ih<re» und aiif Radulf besonders zurückkommen.
4) Nad. c. 59 gibt ein Verzeichnis davon. 5) Naim. p. 156.