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lernen, knüpfen wir unsre Betrachtung au den zuletzt erwähntenVersuch Raimunds an, dem Fürsten von Tarent den Besitz derEitadclle zu entzieh»; an diesem Punkte entspann sich ein Ha-der, der bald die Schaaren der Pilger bis in die kleinstenTheilc durchdrang.
Bocmund nämlich entwickelte seine Ansprüche auf Antiochienohne Hehl, und verlangte von dem Grafen von Toulouse, demeinzigen Fürsten, der noch befestigte Theilc der Stadt besetzthielt, ans dessen eignes und das Versprechen der übrigen Fürstengestützt, die Herausgabe dieser Punkte. Raimund indes, obgleicher damals bedrängt durch die allgemeine Gefahr nachgegebenhatte, kam jetzt ans die griechischen Verpflichtungen zurück, unddurch seinen Einspruch mag es bewirkt worden sein, daß dieFürsten vor allen Dingen sich mit Kaiser Alexius in Berührungzu setzen beschlossen. Zwei der bedeutendsten Anführer des Hee-res, Hugo der Große und Balduin von Henncgau wurden anihn abgcsandt, mit der bestimmten Aufforderung, die Stadt fürsich zu übernehmen, dafür aber auch seinerseits allen Verpflich-tungen — Krieg gegen die Türken, persönlicher Anwesenheit imFelde — nachznkommcn. Balduin erreichte Constantinopcl nicht,er verschwand, tvdt oder gefangen, bei einem Scharmützel inKlcinasicn 2); was Hugo mit Alexius festgesetzt, ist nie bekanntgeworden, denn nach kurzer Anwesenheit am kaiserlichen Hoseverließ er den Orient und ging nach Frankreich zurück. SeineLust und Kraft für diese Unternehmung war zu Ende; ihnvermochte der Ruhm nicht festznhalten, wenn er ihn zu sol-chen Preisen erkaufen mußte. Von dieser Seite her sah mansich also in Antiochien um nichts gefördert, und war ohneauswärtige Einflüsse durchaus ans eigne Entscheidung zurück-gewiescn.
Die Fürsten waren untcrdcß übcrcingekommcn, den Som-mer verstreichen zu lassen, che sie die erschöpften Truppen neuenAnstrengungen anssctztenH. Sie machten bekannt, es möge
2) Xlt>. X<s. V. 2 ff. Oisled. Xlont. bei XIII. 530.
3) 3ch brauche kaum anzufiihrcn, daß ich mich streng an die Geste» und